NACHHALTIG KEITSBERICHT 2023 17 . S ep te m b er 2 02 4 03 ARBURG auf einen Blick 04 Vorwort 05 Über diesen Bericht 07 GRI 2 Allgemeine Angaben 23 GRI 3 Wesentliche Themen 25 1. Klimawandel 38 2. Zirkularität 45 3. Arbeitssicherheit 53 4. Risiken & Chancen 55 Weitere Informationen 56 GRI-Index Inhalt 2ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 ARBURG auf einen Blick ARBURG ist ein führender Hersteller von Maschinen für die Kunststoffverarbeitung mit Hauptsitz in Loßburg, Deutsch- land. Seit der Gründung im Jahr 1923 ist das Unternehmen in dritter Generation familiengeführt und weltweit präsent. Mit rund 3.700 Mitarbeitenden an 37 Standorten und Han- delspartnern in über 100 Ländern steht ARBURG für Quali- tät, Zuverlässigkeit und Innovation. EcoVadis Gold-Medaille für Nachhaltigkeit CDP-Bewertung „B“ für Klimaschutz und CO2-Emissionen Mehrfach zertifiziert nach ISO 9001, 14001, 29993, 50001 und 27001 ARBURG setzt sich für die Reduzierung des CO2-Fußab- drucks in der Kunststoffverarbeitung ein und fördert die Nutzung von Rezyklaten und Biokunststoffen. Das Unter- nehmen ist in den Bereichen Qualitäts-, Umwelt-, Energie-, Ausbildungs- und Informationssicherheitsmanagement nach ISO zertifiziert. Umsatz: 780 Mio. Euro Export-Anteil: 73 Prozent Mitarbeitende: 3.700 weltweit Standorte: 37 weltweit Eigenfertigungs-Anteil: 60 Prozent Gesparte Emissionen: 10.600.000 Tonnen CO2 Unternehmensprofil Erfolge und Auszeichnungen NachhaltigkeitszieleWichtige Kennzahlen Berichtsjahr 2023 3ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 2 Allgemeine Angaben GRI 3 Wesentliche Themen ARBURG auf einen Blick Über diesen Bericht Weitere Informationen Vorwort Liebe Leserinnen und Leser, wir freuen uns, Ihnen die erste Ausgabe unseres ARBURG Nachhaltigkeitsberichts zu präsentieren, der unter Berücksichtigung der GRI-Standards erstellt wurde. Die bevorstehende gesetzlich vorgeschriebene Berichterstattung ab 2025 zeigt, wie wichtig transparentes und verantwortungsbewusstes Handeln für Unternehmen geworden ist. Wir begrüßen diese Entwicklung, denn sie passt zu unserem Selbstverständnis: „Wir sind da“ – für unsere Umwelt und kommende Generationen. Um unsere Verpflichtung zu unterstreichen, haben wir uns entschieden, den Nachhaltigkeitsbericht bereits 2024 und damit früher als gesetzlich vorgeschrieben zu veröffentlichen. Daher wird der Bericht dieses Jahr etwas später als üblich veröffentlicht. Im Jahr 2023 feierten wir ein besonderes Jubiläum: 100 Jahre Familienunternehmen ARBURG. Dieses Jahr- hundert der Innovation und Tradition motiviert uns, unsere Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft mit noch größerem Engagement zu leben. Unsere Bemühungen um nachhaltiges Wirtschaften wurden 2023 mit der EcoVadis Gold-Medaille anerkannt, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Dieser Erfolg bestärkt uns in unserem Handeln und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir wünschen Ihnen viel informatives Vergnügen bei der Lektüre! Die Geschäftsführung Vorwort 4ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 ARBURG auf einen Blick Vorwort GRI 2 Allgemeine Angaben GRI 3 Wesentliche Themen Über diesen Bericht Weitere Informationen Über diesen Bericht Um unser Engagement im Bereich Arbeits- und Menschen- rechte zu unterstreichen, sind wir seit 2024 Mitglied des UN Global Compact. Die Mitgliedschaft verdeutlicht unser Engagement für verantwortungsvolles und nachhaltiges Wirtschaften. Als Teil dieser weltweiten Initiative verpflichten wir uns, die zehn universellen Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Kor- ruptionsbekämpfung zu fördern und in unsere Unterneh- mensstrategie sowie täglichen Geschäftsabläufe zu integrie- ren. Durch die Teilnahme am UN Global Compact stärken wir unser Bekenntnis zu ethischem Handeln und nachhal- tiger Entwicklung. Wir streben danach, unsere Geschäfts- praktiken kontinuierlich zu verbessern und zur Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs) beizutragen. Die regelmäßige Berichterstattung über unsere Fortschritte und Initiativen im Rahmen des Global Compact stellt sicher, dass wir transparent und verantwortungsbewusst agieren, um eine nachhaltige und gerechte Zukunft zu gestalten. Der Inhalt dieses Berichts wurde auf der Grundlage der Er- gebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse gemäß den Anforderungen der CSRD erstellt. Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwar- tungen und Annahmen von ARBURG wider und basieren auf Informationen, die der Geschäftsführung zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zu- kunftsgerichtete Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse und Entwick- lungen und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Mit diesem Nachhaltigkeitsbericht informiert ARBURG alle Interessenten umfassend über Corporate Sustainability im Unternehmen in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales. Der Bericht gibt Auskunft über unsere Strategie, Ziele und Leistungen im Bereich Nachhaltigkeit und zeigt darüber hinaus die Schwerpunkte und Fortschritte für das Jahr 2023. Berichtszeitraum ist das Geschäftsjahr 2023 (1. Januar bis 31. Dezember). Der Bericht erscheint in deutscher Sprache und umfasst alle ARBURG Standorte, die im weiteren Verlauf des Berichts gemäß GRI näher erläutert werden. Global Reporting Initiative (GRI) Dieser Bericht wurde in Übereinstimmung mit den Standards der Global Reporting Initiative erstellt. Ein GRI-Index enthält eine Zuordnung der Inhalte zu den GRI Standards. Tabellen und Grafiken mit Aussagen zum GRI sind entsprechend ge- kennzeichnet. Sämtliche Daten und Informationen wurden von den zustän- digen Fachabteilungen mit repräsentativen Methoden für den Berichtszeitraum ermittelt. UN Global Compact Berichtsstruktur und Themen Zukunftsgerichtete Aussagen Berichtsstandards Kennzahlen und Erhebungs methoden 5ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 Über diesen Bericht ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben GRI 3 Wesentliche Themen Weitere Informationen Vorwort Die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen sind ein universeller Aufruf zum Handeln, um Armut zu beenden, den Planeten zu schützen und sicherzu- stellen, dass alle Menschen Frieden und Wohlstand genie- ßen. Diese 17 Ziele, die 2015 im Rahmen der Agenda 2030 verabschiedet wurden, decken ein breites Spektrum globa- ler Herausforderungen ab, darunter Armut, Ungleichheit, Klimawandel, Umweltzerstörung, Frieden und Gerechtigkeit. Durch die Integration der SDGs in unsere Geschäftsstrategie verpflichten wir uns, eine nachhaltige und gerechte Zukunft zu fördern. Unsere Maßnahmen konzentrieren sich darauf, SDGs Environment Social Governance ökologische Verantwortung zu übernehmen, soziale Gerech- tigkeit zu fördern und wirtschaftliche Nachhaltigkeit sicher- zustellen, um so einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft und die Umwelt zu haben. Wir konzentrieren uns dabei auf Themen, die wir als Unter- nehmen beeinflussen können und die für ARBURG we- sentlich sind. Durch verschiedene Analysen wurden die für ARBURG wesentlichen Ziele bestimmt und spezifische Maß- nahmen und Ziele erarbeitet: 6ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 Über diesen Bericht ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben GRI 3 Wesentliche Themen Weitere Informationen Vorwort GRI 2 Allgemeine Angaben ARBURG GmbH + Co KG Als Tochter der Hehl International GmbH + Co KG wird die legale Verbindung zu den internationalen Niederlassungen hergestellt. ARBURG GmbH + Co KG ist eine Tochtergesellschaft der Hehl International GmbH + Co KG, Loßburg. ARBURG ist ein in dritter Generation familiengeführtes Unternehmen wel- ches 1923 gegründet wurde. Die Gesellschafter sind Juliane Hehl, Michael Hehl und Renate Keinath. Angabe 2-1 Organisationsprofil ARBURG GmbH + Co KG, Deutschland ARBURGadditive GmbH + Co KG, Deutschland ARBURG GesmbH, Österreich ARBURG S.A.S., Frankreich ARBURG S.A., (Standort Madrid) ARBURG S.A., (Standort Barcelona) ARBURG S.A., (Sucursal Portugal ARBURG AG, Schweiz ARBURG S.r.l., Italien ARBURG N.V., Belgien ARBURG B.V., Niederlande Angabe 22 Entitäten, die in der Nachhaltigkeitsberichterstattung der Organisation berücksichtigt werden Die Unternehmenszentrale sowie der größte und bislang Produktionsstandort der ARBURG GmbH + Co KG ist in Loßburg, Deutschland. Der Hauptsitz in Loßburg, Nordschwarzwald, ist der zentrale Fertigungsstandort und Knotenpunkt für alle ARBURG Or- ganisationen weltweit. Um Kunden bestmöglich zu betreu- en und schnellen Service vor Ort zu bieten, kommen drei ARBURG Technology Center (ATC) hinzu. Davon befinden sich zwei in Deutschland und eines in Österreich, deren An- gebot umfasst Maschinen und Anwendungsdemonstratio- nen in eigenen Showrooms, Schulungen, Beratungen und Ersatzteile. Als ARBURG Technology Factory (ATF) werden ARBURG Ltd., Großbritannien ARBURG A/S, Dänemark ARBURG Polska Sp. z o.o, Polen ARBURG spol. s r.o, Tschechien ARBURG SK s.r.o., Slowakei ARBURG Hungaria Kft., Ungarn ARBURG Plastik Enjeksiyon Makinalari San. Ve Tic. LTD. ŞTI., Türkei ARBURG Inc., USA ARBURG Ltda., Brasilien ARBURG S.A. de C.V., Mexiko ARBURG Injection Moulding Machines S.A., Costa Rica ARBURG Pte. Ltd., Singapur PT ARBURG Indonesien ARBURG (Thailand) Co. Ltd., Thailand ARBURG Sdn. Bhd., Malaysia ARBURG Vietnam Company Limited, Vietnam ARBURG Management Consulting (Shanghai) Co., Ltd., China (P.R.) ARBURG (Shanghai) Co. Ltd., China (P.R.) ARBURG Machine & Trading (Shenzhen) Co. Ltd., China (P.R.) ARBURG Machinery (Pinghu) Co. Ltd., China (P.R.) ARBURG (HK) Limited, Hong Kong seit März 2021 die Standorte in Brünn (Tschechien), Pinghu (China) und Rocky Hill (USA) bezeichnet und ergänzen das Angebot der ATF um ein eigenes Maschinenlager, die Mög- lichkeit für kundenspezifische Maschinen-Anpassungen und die Umsetzung Turnkey-Anlagen. Zudem hat ARBURG Tochtergesellschaften in folgenden Ländern: Dänemark, Polen, Belgien, Niederlande, Italien, Schweiz, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Ungarn, Tschechische Republik, Slowakei, Türkei, China, Taiwan, Singapur, USA, Mexiko, Brasilien, Thailand, Indonesien, Malaysia, Österreich, Portugal, Schweiz, Vietnam. 8ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 2 Allgemeine Angaben ARBURG auf einen Blick GRI 3 Wesentliche Themen Weitere Informationen Vorwort Über diesen Bericht ARBURG Standorte weltweit Stand: 11.2023 ARBURG in Amerika Brasilien: São Paulo, www.arburg.com.br Mexiko: Querétaro, www.arburg.com.mx USA: Rock Hill / CT, Elgin / IL, Irvine / CA, www. arburg.us ARBURG in Asien Indonesien: Jakarta, www.arburg.co.id | Malaysia: Petaling Jaya, Penang, www.arburg.com.my Singapur: Singapur, www.arburg.com.sg | Taiwan: Taichung, www.arburg.com.tw Thailand: Samutprakarn, www.arburg.co.th | VR China: Hongkong, Shanghai, Shenzhen, www.arburg.cn ARBURG in Europa Deutschland: Loßburg, Radevormwald, Rednitzhembach, www.arburg.com und www.arburg.de | Belgien: Molenstede, www.arburg.de | Dänemark: Greve, www. arburg.dk Frankreich: Tremblay-en-France, www.arburg.fr | Großbritannien: Warwick, www.arburg.co.uk | Italien: Peschiera Borromeo, www.arburg.it Niederlande: Utrecht, www.arburg.nl | Österreich: Wien, www.arburg.at | Polen: Warschau, www.arburg.pl | Portugal: Marinha Grande, www.arburg.es Schweiz: Münsingen, www.arburg.ch | Slowakei: Martin, www.arburg.cz | Spanien: Arganda del Rey (Madrid), Montcada i Reixac (Barcelona), www.arburg.es Tschechische Republik: Brünn, www.arburg.cz | Türkei: Istanbul, www.arburg.com.tr | Ungarn: Budapest, www.arburg.hu 9ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 2 Allgemeine Angaben ARBURG auf einen Blick GRI 3 Wesentliche Themen Weitere Informationen Vorwort Über diesen Bericht Die ARBURG GmbH + Co KG, Loßburg wird als verbundenes Unternehmen in den Lageberichts des Mutterunternehmens, der Hehl International GmbH + Co KG, Loßburg, einbezogen. Neben der Konzernmutter gehören zwei Inlandstochter- gesellschaften und 25 Auslandstochtergesellschaften dem Konsolidierungskreis an. Die oben aufgeführten Entitäten sind durch den Konzernabschluss abgedeckt. Dies entspricht den in GRI 2-2 aufgeführten Entitäten. Der vorliegende Bericht wird in diesem Jahr erstmals als GRI-Bericht veröffentlicht. Dementsprechend ist es noch nicht erforderlich, Richtwerte oder Neudarstellungen anzu- geben. ARBURG gehört, nach dem Weltmarktführer-Index der Uni- versität St. Gallen zu den weltweit führenden Maschinenher- stellern für die Kunststoffverarbeitung. Das Produktportfolio umfasst Spritzgießmaschinen mit Schließkräften zwischen 125 und 6.500 kN, freeformer für die industrielle additive Fertigung sowie Robot Systeme, kunden- und branchenspezifische Turnkey-Lösungen und weitere Peripherie. In der Kunststoffbranche ist ARBURG Vorreiter bei den Themen Energie- und Produktionseffi- zienz, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Das Programm „ arburgXworld“ umfasst alle digitalen Produkte und Ser- vices und ist gleichzeitig der Name des Kundenportals. Die Strategien zur Ressourcen-Effizienz und Circular Economy sowie alle Aspekte und Aktivitäten dazu sind im Programm „arburgGREENworld“ zusammengefasst. Unsere Produktwelt im Detail: — Spritzgießmaschinen mit elektrischer, hybrider und hyd- raulischer Antriebstechnik, in horizontaler und vertikaler Ausführung, Maschinen für Mehrkomponentenverfah- ren, Sondermaschinen, Fördereinheiten und Zubehör — Additive Fertigung: freeformer, LiQ, TiQ — Robot-Systeme: Mehr-Achs-Roboter, Lineare Robot- Systeme, Angusspicker — Konzeption, Planung und Bau von schlüsselfertigen Produktionszellen (Turnkey-Projekte) Die Informationen, die in diesem GRI-Bericht zur Verfügung gestellt werden, beziehen sich, wenn es nicht anders ver- merkt ist, auf unser jeweils zuvor beendetes Geschäftsjahr (01.01.2023 – 31.12.2023) - der Bilanzstichtag ist der 31.Dezember des entsprechenden Geschäftsjahres. Unser Nachhaltigkeitsbericht ist bisher jährlich erschienen. Aufgrund der Vorbereitungen zur Berichterstattung nach CSRD erstellen wir dieses Jahr zusätzlich zu einem Nachhal- tigkeits-Highlight Report einen GRI-Bericht. Ansprechpartnerin bei Fragen zum Bericht ist: Samira Uharek Sustainability Managerin samira_uharek@arburg.com Manuel Witte Abteilungsleiter Anwendung & Branchen manuel_witte@arburg.com ARBURG legt großen Wert auf die Einholung externer Prüfungen, um die Qualität und Sicherheit unserer Pro- dukte sowie die Einhaltung von anerkannten Standards zu gewährleisten. Gemäß unseren Richtlinien zur Einholung externer Prüfungen wird das höchste Kontrollorgan, unsere Geschäftsführung, in den Prozess einbezogen, indem sie die Auswahl und Beauftragung externer Prüfer genehmigt. Dar- über hinaus sind unsere Führungskräfte aktiv in den Prozess eingebunden, indem sie den Prüfern den Zugang zu rele- vanten Daten, Informationen und Standards ermöglichen. Dies gewährleistet, dass die externen Prüfungen effektiv und umfassend durchgeführt werden, um die Integrität unserer Produkte und Prozesse zu bestätigen. Im Berichtsjahr wurde dieser GRI - Nachhaltigkeitsbericht nicht extern geprüft. Dieser Bericht wurde in Zusammenarbeit mit dem unab- hängigen Beratungsunternehmen DFGE erstellt. Einzelne Angaben, wie die CCF Daten, verfügen über ein Testat der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RSM Ebner Stolz. Angabe 24 Richtigstellung oder Neudarstellung von Informationen Angabe 26 Aktivitäten, Wert schöpfungskette und andere Geschäftsbeziehungen Angabe 23 Berichtszeitraum, Berichtshäufigkeit und Kontaktstelle Angabe 25 Externe Prüfung 10ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 2 Allgemeine Angaben ARBURG auf einen Blick GRI 3 Wesentliche Themen Weitere Informationen Vorwort Über diesen Bericht — Digitale Produkte: Kundenportal arburgXworld, Leit- rechnersystem ALS, SCADA-System ATCM, Remote- Service ARS, Assistenzfunktionen und -pakete der Maschinensteuerung — After-Sales Service: Kundendienst, Hotline, Ersatzteile, Inspektionsverträge, Ölmanagement, Sicherheitsüber- prüfung, Energiemessung, Maschinen- und Peripherie- prüfung, Retrofit — Weltweite Schulungen für Maschinen, Peripherie und digitale Produkte — Beratung zu Anwendungen und Verarbeitungsverfahren Bediente Märkte In 26 Ländern garantiert das internationale Ver- triebs- und Servicenetzwerk mit 36 Vertriebs- und Serviceorganisationen eine erstklassige Kundenbe- treuung vor Ort. Über die eigenen Standorte hinaus arbeitet ein bestehendes Netz von Handelspartnern eng mit Loßburg zusammen, so dass ARBURG in rund 100 Ländern präsent ist. Stammhaus Loßburg ARBURG Technology Factory (ATF) Niederlassung Handelspartner 11ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 2 Allgemeine Angaben ARBURG auf einen Blick GRI 3 Wesentliche Themen Weitere Informationen Vorwort Über diesen Bericht ARBURG zeichnet sich durch einen hohen Eigenfertigungs- anteil von rund 60 Prozent sowie einen Großteil nationaler und regionaler Lieferanten im Supply Chain Management aus. ARBURG hat eine kurze, verlässliche und flexible Liefer- kette. Wir achten auch darauf, mit zertifizierten Betrieben zu arbeiten, die auf einen sparsamen Umgang mit Ressourcen Wert legen. Die durchschnittliche Entfernung unserer Liefe- ranten zum Produktionssitz in Loßburg betrug im Berichts- jahr ca. 557 km. Vor der Freigabe eines Lieferanten wird er über eine Lie- ferantenselbstauskunft (LSA) etwa zum Thema Code of Conduct befragt. Ergänzt wird dieser durch einen fort- laufend aktualisierten Energie- und Umweltfragebogen für energieintensive Zulieferer oder solche mit besonderen Umweltrisiken. Ausschlusskriterien für die Aufnahme einer Geschäftsbeziehung wären beispielsweise der Einsatz von Kinderarbeit oder die Verletzung von Menschen- und Ar- beitnehmerrechten. Ein Großteil unserer Lieferanten verfügt über ISO-Zertifizierungen, in denen das geltende Recht pro Standort integriert ist. ARBURG bewertet seine Lieferanten durch die jeweils gewonnenen Erkenntnisse und formuliert daraus Fragen, wenn ein Sachverhalt nicht eindeutig erkenn- bar ist. Das gilt etwa für die Anforderungen des Lieferketten- sorgfaltspflichtengesetzes oder für Inhalte von ARBURG Nachhaltigkeitszielen. Die Geschäftsbeziehung zu unseren Kunden, Lieferanten und Partnern basiert auf Vertrauen, Qualität und lang- fristiger Zusammenarbeit. Zentrales Ziel von ARBURG ist, dass die Kunden ihre Kunststoffprodukte vom Einzelteil bis zur Großserie in optimaler Qualität ressourcenschonend, nachhaltig und zu minimalen Stückkosten fertigen können. ARBURG Produkte, wie beispielsweise Spritzgussmaschinen, zeichnen sich durch hochwertige und auf Langlebigkeit Mitarbeitendenkennzahlen ausgelegte Technik aus. ARBURG Produkte werden in Unter- nehmen jeder Größe weltweit eingesetzt. ARBURG Produkte werden in unterschiedlichen Branchen verwendet, wie der Automobil- und Verpackungsindustrie, Kommunikations- und Unterhaltungselektronik, Medizintechnik, Personal Care sowie Weißwaren. Zur ARBURG „Familie“ gehören zwei weitere Unternehmen, welche unternehmensrechtlich nicht mit der ARBURG GmbH und Co KG verbunden und daher im weiteren Verlauf des Berichts nicht berücksichtigt sind. AMKmotion mit Hauptsitz in Kirchheim wurde 1963 ge- gründet und 2021 von den Unternehmerfamilien Hehl und Keinath übernommen. Das Produktportfolio umfasst elekt- rische Antriebe, Steuerungs- und Automationstechnik (amk- motion.com). Durch die enge, langfristige Geschäftsbeziehung beider Unternehmen ist es möglich, den gesamten Antriebsstrang der ARBURG Spritzgussmaschinen mit der Antriebstechnolo- gie eines Herstellers auszustatten. Dies ist derzeit ein Allein- stellungsmerkmal innerhalb der Branche. Ebenfalls seit 2021 ist die innovatiQ ein Teil der ARBURG „Familie“, ihr Hauptsitz befindet sich in Feldkirchen und ergänzt das Produktportfolio von ARBURG im Bereich der Additiven Fertigung für industrielle Anwendungen (innovatiq.com). Dieser Bericht wird 2024 zum ersten Mal nach GRI-Standard angefertigt und legt den Grundstein für zukünftige Berichte, die unsere Entwicklung im Bereich der Nachhaltigkeit doku- mentieren. Es gibt keine vorherigen Berichte als Vergleich, und somit auch keine Änderungen zu früheren Berichtszeit- räumen. Angabe 27 Angestellte Frauen Männer Gesamt GJ 2023 Deutschland 562 HC 2462 HC 3024 HC davon unbefristete Angestellte - - 2714 HC davon befristete Angestellte - - 5 HC davon Angestellte mit nicht garantierten Arbeitszeiten - - n / a davon Vollzeit- beschäftigte - - n / a davon Teilzeit- beschäftigte - - n / a davon Auszubildende - - 305 HC Fluktuations- quote Deutschland - - 4,7 % HC: Headcount 12ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 2 Allgemeine Angaben ARBURG auf einen Blick GRI 3 Wesentliche Themen Weitere Informationen Vorwort Über diesen Bericht ARBURG GmbH + Co KG ist eine Tochtergesellschaft der Hehl International GmbH + Co KG, Loßburg. ARBURG ist ein in dritter Generation familiengeführtes Unternehmen welches 1923 gegründet wurde. Die Gesellschafter sind Juliane Hehl, Michael Hehl und Frau Renate Keinath. Mit dem Jahresende 2023 zieht sich die geschäftsführende Gesellschafterin Renate Keinath, verantwortlich für Personal- management, aus der operativen Geschäftsführung zurück- ziehen und in den Beirat des Unternehmens wechseln. Die Geschäftsführung setzt sich ab 2024 somit wie folgt zu- sammen: — seit 2024 - Steffen Kroner (Finanzen, Controlling, IT und Personalmanagement) — seit 2015 – bis Ende September 2024 Gerhard Böhm (Vertrieb und After Sales) — ab September 2024 Tobias Baur (Vertrieb und After Sales) Zu Beginn des Jahres nimmt 2024 bei ARBURG ein Beirat seine Arbeit auf. Dieser setzt sich wie folgt zusammen: — Dr. Armin Schmiedeberg (Vorsitzender) — Isabel Diaz Rohr — Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl — Renate Keinath Angabe 29 Führungsstruktur und Zusammensetzung Das Beiratsgremium hat folgende Aufgabenfelder: — Einbringen von externem und weitsichtigen Impulsen — Beratung der Geschäftsführung in Strategiefragen und Nachhalten der Strategieumsetzung — Information der Gesellschafter und Unterstützung bei Gesellschafterentscheidungen Der Beirat trifft sich viermal pro Jahr zu turnusmäßigen Sitzungen. Er wird ermöglichen, dass Gesellschafterinnen und Gesellschafter aktueller sowie zukünftiger Generationen ARBURG erfolgreich in die Zukunft führen können, ent- weder als Geschäftsführungsmitglieder oder als Mitglieder des Beirats. Der Beirat stellt ein reines Advisory Board dar und bietet strategische Ratschläge und Unterstützung, ohne jedoch rechtliche Verantwortung für die Unternehmensent- scheidungen zu tragen, diese obliegen der Geschäftsführung. (Quelle: Intranet Pressemitteilung) Die Geschäftsführung berichtet entsprechend der Geschäfts- ordnung an den Beirat der ARBURG GmbH + Co KG. Sie ist zuständig für die Entscheidungsfindung und die Über- wachung des Managements sowie die Auswirkungen der Organisation auf Wirtschaft, Umwelt und Menschen und trägt die rechtliche Verantwortung für Unternehmensent- scheidungen. Wie oben beschrieben besteht der Beirat aus nicht geschäfts- führenden Mitgliedern als Advisory Board. Die oben nament- lich beschriebenen, geschäftsführenden fünf Mitglieder der Geschäftsführung sind nicht Teil des Beirats. Das Kontrollorgan ist verpflichtet, keine spezifischen Bezie- hungen zu pflegen oder zusätzliche Tätigkeiten auszuüben, die den Interessen von ARBURG schaden könnten oder die Fähigkeit des Mitglieds beeinträchtigen, seine Aufgaben ordnungsgemäß zu erfüllen. Zudem hat jedes Mitglied die Verpflichtung, seine Unabhängigkeit zu wahren. Zudem hat jedes Mitglied die Verpflichtung, keine Tätigkeiten oder Bezie- hungen zu pflegen, welche die Fähigkeit des Mitglieds seine Aufgaben in der Organisation zu erfüllen, beeinträchtigt. Innerhalb des Beirats arbeiten derzeit zwei weibliche und zwei männliche Mitglieder. Bezogen auf die angestellten Geschäftsführer ergibt sich folgende Geschlechterverteilung, ein weibliches Mitglied sowie vier männliche Mitglieder. Die Kompetenzen der Beirats- und Geschäftsführungsmit- glieder umfassen eine breite Palette von Fachkenntnissen und Erfahrungen. Die Beiratsmitglieder verfügen über langjähriges Fachwissen in Bereichen Unternehmensstrategie, Human Res- sources, IT, Kommunikation, Digitale Transformation, Produk- tionsorganisation, Fabrikplanung, Automatisierung und Robo- tik sowie Finanzen, Recht und Verwaltungsratserfahrung. Die Geschäftsführungsmitglieder greifen auf langjährige Führungserfahrung, Branchenkenntnisse, strategische Pla- nungsfähigkeiten, Technologie- und Finanzkompetenz und eine nachgewiesene Erfolgsbilanz in der Unternehmensfüh- rung zurück. Innerhalb der Geschäftsführung greift ein festgelegter Ver- tretungsplan, sollte ein Mitglied beispielsweise kurzfristig nicht zur Verfügung stehen. 13ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 2 Allgemeine Angaben ARBURG auf einen Blick GRI 3 Wesentliche Themen Weitere Informationen Vorwort Über diesen Bericht Die Auswahl der Geschäftsführer, als höchstes Gremium und Kontrollorgan unseres Unternehmens, erfolgt gemäß transparenter und festgelegter Verfahren. Unsere Richt- linien zum High-Potential Recruiting Prozess und Auswahl der angestellten Geschäftsführer sehen vor, dass potenzielle Kandidaten anhand ihrer fachlichen Qualifikation, Erfahrung und Eignung bewertet werden. Das Entscheidungsgremium, bestehend aus Mitgliedern der Geschäftsführung und fall- spezifisch mit Unterstützung aus dem Beirat, ist für die Be- wertung von Kandidaten zuständig. Die Auswahl der Mitglieder unseres höchsten Kontrollorgans erfolgt unter Berücksichtigung klar definierter Kriterien, die sicherstellen, dass die Ansichten der Stakeholder, einschließ- lich des Beirats, angemessen berücksichtigt werden. Potenzi- elle Kandidaten werden anhand ihrer fachlichen Kompetenz, Erfahrung und Unabhängigkeit bewertet. Angabe 210 Nominierung und Auswahl des höchsten Kontrollorgans Diversität spielt eine wichtige Rolle bei ARBURG insbeson- dere hinsichtlich der Zusammensetzung unserer Führungs- gremien und Kontrollorgane. Die Vielfalt in Bezug auf Geschlecht, beruflichen Hintergrund, Alter und Fachkennt- nisse trägt dazu bei, dass unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen in unsere Entscheidungsfindung einfließen. Dies ermöglicht es uns, fundiertere und innovativere Ent- scheidungen zu treffen. Darüber hinaus fördert eine diverse Führungsebene eine inklusive Unternehmenskultur, in der sich alle Mitarbeitende gehört und respektiert fühlen. Wir sind fest davon überzeugt, dass die Berücksichtigung von Diversität ein integraler Bestandteil guter Governance und effektiver Unternehmensführung ist und kontinuierlich zu unserem Erfolg beiträgt. Die Sicherstellung der Unabhängigkeit im Auswahlver fahren für das höchste Kontrollorgan, insbesondere die angestell- ten Geschäftsführer, ist ein entscheidender Aspekt unserer Governance-Struktur. Im Auswahlverfahren für das höchste Kontrollorgan, ins- besondere der angestellten Geschäftsführer, werden spezifi- sche Kompetenzen berücksichtigt, die für die Auswirkungen der Organisation relevant sind. Diese Kompetenzen umfas- sen z. B. branchenspezifische Expertise im Maschinenbau, Führungserfahrung, Kenntnisse in den Bereichen Techno- logie und Innovation sowie ein tiefgreifendes Verständnis für die operativen und finanziellen Aspekte unseres Unter- nehmens. Sie zielen darauf ab, die strategische Ausrichtung und die langfristige Entwicklung des Unternehmens sicher- zustellen. Die ARBURG GmbH + Co KG hat keinen angestellten Ge- schäftsführer als Vorsitzenden des höchsten Kontrollorgans. Stattdessen verfügen wir über einen Beirat, welcher als sogenanntes Advisory Board fungiert, mit Herrn Dr. Armin Schmiedeberg als seinem Beiratsvorsitzenden. Der Beiratsvorsitzende spielt eine zentrale Rolle bei der Leitung und Koordination der Aufgaben des Beirats, ein- schließlich der Sicherstellung einer effektiven Überwachung und Steuerung der Unternehmensaktivitäten. Der Beiratsvor- sitzende bringt umfassende Erfahrung und Fachkenntnisse in die Leitung des Beirats ein und fördert die transparente Kommunikation zwischen dem Beirat und der Geschäfts- führung. Der Beiratsvorsitzende ist keine Führungskraft. Angabe 211 Vorsitzende:r des höchsten Kontrollorgans 14ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 2 Allgemeine Angaben ARBURG auf einen Blick GRI 3 Wesentliche Themen Weitere Informationen Vorwort Über diesen Bericht Unser Unternehmen organisiert regelmäßige Tagungen für die Entwicklung, Genehmigung und Aktualisierung des Zwecks, der Werte oder der Leitbilder, der Strategien, der Politik und der Ziele der Organisation in Bezug auf nach- haltige Entwicklung. Diese Tagungen, wie beispielsweise Strategietage, werden unter Beteiligung der angestellten Geschäftsführer, Beiratsmitglieder und relevanten Stakeholder abgehalten. Die Tagungen dienen als Plattform für einen offenen Dialog und die Zusammenarbeit zwischen den Führungskräften. Um sicherzustellen, dass die Nachhaltig- keitsziele und -strategien im Einklang mit den langfristigen Interessen des Unternehmens stehen. Unser höchstes Kontrollorgan der ARBURG GmbH + Co KG, bestehend aus den angestellten Geschäftsführern, arbei- tet aktiv mit relevanten Stakeholdern zusammen, um die Prozesse zur Ermittlung und Steuerung der Auswirkungen der Organisation auf die Wirtschaft, die Umwelt und die Menschen zu unterstützen. In enger Zusammenarbeit mit in- und externen Stakeholdern werden beispielsweise auf unseren Strategietagen die Beteiligung und das Feedback der relevanten Interessengruppen aktiv eingeholt. Zusätz- lich berücksichtigt das höchste Kontrollorgan die Ergebnisse dieser Prozesse, indem es das erhaltene Feedback und die Ergebnisse der Sorgfaltspflicht in seine Überwachungs- und Entscheidungsprozesse einbezieht. Angabe 212 Rolle des höchsten Kontrollorgans bei der Beaufsichtigung der Bewältigung der Auswirkungen Unser höchstes Kontrollorgan ist maßgeblich an der Über- prüfung der Wirksamkeit der Prozesse zur Ermittlung und Steuerung der Auswirkungen der Organisation beteiligt. Diese Überprüfungen erfolgen regelmäßig und in Abhän- gigkeit von der wirtschaftlichen- und strategischen Bedeu- tung gemeinsam mit den jeweiligen Stakeholdern. Dadurch wird gewährleistet, dass die Organisation angemessen auf ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft, die Umwelt und die Menschen reagiert und kontinuierlich nachhaltige Verbesse- rungen vorantreibt. Am Beispiel Nachhaltigkeit erfolgt die Delegation von Ver- antwortlichkeiten vom höchsten Kontrollorgan an Führungs- kräfte wie folgt: — Die Verantwortung in Bezug auf das Thema Nach- haltigkeit wurde an den Geschäftsführer Vertrieb und Aftersales übertragen, zur Unterstützung dieser Ver- antwortung wurde eine Stabstelle für Nachhaltigkeit in seinem Geschäftsbereich eingerichtet. — Der Geschäftsführer Vertrieb und After Sales sowie die Stabstelle für Nachhaltigkeit sind, gemeinsam mit rele- vanten Führungskräften, Mitglieder im arburgGREEN- world Lenkungskreis. Angabe 213 Delegation der Verantwortung für das Management der Auswirkungen — Der arburgGREENworld Lenkungskreis ist verantwort- lich für die strategische Nachhaltigkeitsausrichtung des Unternehmens, die Einhaltung rechtlicher Rahmenbedin- gungen und die Erhöhung der Transparenz der Nachhal- tigkeitsberichterstattung. — Aus dem arburgGREENworld Lenkungskreis heraus wer- den spezifische Verantwortlichkeiten an Führungskräfte delegiert, wie beispielsweise Decarbonisierungsziele. — Die Führungskräfte ihrerseits adressieren in spezifischen Teams die Umsetzung der Ziele und Maßnahmen und verantworten diese. Diese Struktur ermöglicht eine effektive Delegation der Ver- antwortung für das Management der Auswirkungen und gewährleistet eine klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten für Transparenz und nachhaltige Entwicklungsziele innerhalb des Unternehmens. Der arburgGREENworld Lenkungskreis tagt viermal jährlich, um das Management über Auswirkungen der Organisation auf die Wirtschaft, die Umwelt und die Menschen zu infor- mieren. Diese regelmäßigen Sitzungen dienen dazu, den Fortschritt in Bezug auf Nachhaltigkeitsziele und -maßnah- men zu überwachen und dem höchsten Kontrollorgan ent- sprechende Berichte zu erstatten. Zusätzlich erfolgen Projektstatusberichte in regelmäßigem, meist monatlichen Turnus, um die laufenden Nachhaltig- keitsinitiativen und -maßnahmen zu überwachen und über den Fortschritt zu informieren. 15ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 2 Allgemeine Angaben ARBURG auf einen Blick GRI 3 Wesentliche Themen Weitere Informationen Vorwort Über diesen Bericht Das höchste Kontrollorgan ist für die Überprüfung und Ge- nehmigung der berichteten Informationen, einschließlich der wesentlichen Themen der Organisation, verantwortlich. Die dazu erforderlichen Informationen erhält das höchste Kont- rollorgan durch den arburgGREENworld Lenkungskreis. Die Qualität der Nachhaltigkeitsberichterstattung ist für ARBURG von zentraler Bedeutung und regelmäßiger Evaluations- punkt. Um in- und externen Anforderungen in Bezug auf Transparenz, Integrität und Glaubwürdigkeit der Nachhal- tigkeitsberichterstattung der Organisation nachzukommen, wurde im Jahr 2023 im Rahmen des arburgGREENworld Lenkungskreis beschlossen, ab dem Folgejahr erstmalig den international anerkannten GRI-Standard für Nachhaltigkeits- berichterstattungen anzuwenden. Angabe 214 Rolle des höchsten Kontrollorgans bei der Nachhaltig keitsberichterstattung Compliance und die damit einhergehende Gesetzeskon- formität sind seit jeher wichtige Bestandteile der ARBURG Unternehmenskultur und in den „ARBURG Positionen“ tief verankert. Compliance wird definiert als „Regelbefolgung“ und bezieht sich dabei auf die Einhaltung von Gesetzen, Regeln, Ethikrichtlinien (bspw. Code of Conduct), Verhaltens- normen und freiwilligen Kodizes. Dieses rechts- und regel- konforme Verhalten hat für ARBURG höchste Priorität. Angabe 2-15 Interessenkonflikte ARBURG versichert in seinem Code of Conduct, dass — „alle Geschäfte auf der Basis geltender Gesetze getätigt werden“ und — „die ARBURG Mitarbeitenden unter Beachtung gesetzlicher Regelungen handeln.“ Das auf das konkrete Risikoprofil von ARBURG abgestimmte House of Compliance@ARBURG sowie der unternehmens- eigene Code of Conduct sollen sowohl die Bedeutung von Compliance für ARBURG hervorheben als auch das Bewusst- sein der Beschäftigten stärken, sich an die geltenden Gesetze und Regeln zu halten. Eine derartige Sensibilisierung aller Betroffenen trägt einen entscheidenden Teil zur Minimie- rung finanzieller Haftungsrisiken und zur Vermeidung von Imageverlusten bei. Das House of Compliance@ARBURG beinhaltet Compliance-Bereiche: — Arbeits- & Sozialversicherungsrecht — Exportkontrolle & Außenhandel — Gesellschaftsrecht — Anti-Geldwäsche — IT-Sicherheit — Datenschutz & Geschäftsgeheimnisse — Wettbewerbsrecht — Anti-Korruption — Finanzen & Steuern — Nachhaltigkeit, Umwelt & Energie Betrug und wettbewerbswidrige Praktiken Die Verhinderung von Betrug und wettbewerbswidrigen Prak- tiken ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur und unseres Engagements für nachhaltiges Wirtschaften. Wir setzen auf Compliance-Richtlinien wie unseren Code of Conduct und ein umfassendes Kontrollsystem, um sicherzu- stellen, dass alle Geschäftsaktivitäten transparent und ethisch korrekt ablaufen. Unser Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem Integrität und Ehrlichkeit die Grundlage aller Geschäfts- entscheidungen bilden, um so langfristigen wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftliches Vertrauen zu sichern. CODE OF CONDUCT Anti-Korruption Nachhaltigkeit, Umwelt & Energie Arbeits- & Sozialversicherungsrecht Gesellschaftsrecht Wettbewerbsrecht Exportkontrolle & Außenhandel Finanzen & Steuern Datenschutz & Geschäftsgeheimnisse Anti-Geldwäsche Produktsicherheit Arbeitssicherheit IT-Sicherheit 16ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 2 Allgemeine Angaben ARBURG auf einen Blick GRI 3 Wesentliche Themen Weitere Informationen Vorwort Über diesen Bericht Entsprechend den Vorgaben des House of Compliance werden kritische Angelegenheiten an das höchste Kontroll- organ weitergeleitet. Generell ist ARBURG im Bereich Ethik so aufgestellt, dass Verstöße präventiv vermieden werden – vor allem durch vorbeugende Maßnahmen in den jeweiligen Geschäftsprozessen. Durch umfassende Richtlinien wie eben den Code of Conduct, eine Anti-Korruptionsrichtlinie, Reiserichtlinien sowie IT-Sicherheitsrichtlinien haben wir uns Leitlinien als Unternehmen gesetzt. Maßnahmen wie Sensibilisierungsschulungen zu Ethik-Themen, ein Incident- Response Verfahren oder Checklisten für IT Compliance und Datenschutz setzen diese Leitlinien in die Tat um. Bei möglichem Fehlverhalten oder Gesetzesverstößen können Mitarbeitende unser Meldeformular für Compliance-Ver- dachtsfälle verwenden – die Vertraulichkeit und Anonymi- tät hinsichtlich des Umgangs mit den angegebenen Daten wird ausdrücklich zugesichert. Die vertrauliche und diskrete Behandlung dieser Meldung wird durch die interne Revision gewährleistet. Im Berichtszeitraum wurden, abgesehen von einer geringen Anzahl kleinerer Vorfälle, keine wesentlichen Verstöße gegen Compliance-Vorgaben festgestellt. Angabe 216 Übermittlung kritischer Anliegen Im höchsten Kontrollorgan ist das Thema Nachhaltigkeit wiederkehrender Bestandteil der Tätigkeit und ein integ- raler Bestandteil der Weiterentwicklung bei Strategie- und Planungssitzungen. Der arburgGREENworld Lenkungskreis stellt regelmäßig Informationen zu aktuellen Nachhaltig- keitsthemen bereit und diskutiert diese mit dem höchsten Kontrollorgan. Beispiele hierzu sind: — Die inzwischen jährliche Teilnahme an Nachhaltigkeitsra- tings wie dem Carbon Disclosure Project und EcoVadis. — Ergebnisdiskussion des Ratings und das aktive Erarbeiten von Verbesserungspotenzial. — Sitzungen des obersten Kontrollorgans mit in- und externen Wissensträgern und Beratern. ARBURG hat sich zum Ziel gesetzt, seine Kunden in die Lage zu versetzen, Kunststoffprodukte vom Einzelteil bis zur Großserie in optimaler Qualität, ressourcenschonend, nachhaltig und zu minimalen Stückkosten herzustellen. Das Unternehmen strebt eine Vorreiterrolle in den Be- reichen Energie- und Produktionseffizienz, Digitalisierung und Nachhaltigkeit an. Hierfür setzt ARBURG gezielt auf die sogenannte „Twin Transformation“. Durch die Kunden- Angabe 217 Gesammeltes Wissen des höchsten Kontrollorgans Angabe 222 Anwendungs erklärung zur Strategie für nachhaltige Entwicklung programme arburgXworld und arburgGREENworld werden die Herausforderungen der Digitalisierung und Nachhal- tigkeit gezielt analysiert und ganzheitliche Lösungen für unsere Kunden entwickelt. Ein Beispiel hierfür stellt der 2023 / 2024 entwickelte „aXw Control RecyclatePilot“ dar. Der „Rezyklat-Pilot“ ist eine auf der Maschinensteuerung integrierte Software, welche Prozessschwankungen während des Spritzgießprozesses von Schuss zu Schuss automatisch ausgleicht und somit zu einer Verbesserung der Teilequalität führt. Dies erleichtert den Kunden den Einsatz alternativer Materialien, wie z. B. Recyclingkunststoffe. Denn diese kön- nen in ihren Verarbeitungseigenschaften variieren. Mit dieser digitalen Lösung stellt sich ARBURG proaktiv einer großen Nachhaltigkeitsherausforderung: dem Schließen von Kunst- stoffkreisläufen. 17ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 2 Allgemeine Angaben ARBURG auf einen Blick GRI 3 Wesentliche Themen Weitere Informationen Vorwort Über diesen Bericht Angabe 2-23 Verpflichtungs- erklärung zu Grundsätzen und Handlungsweisen Darüber hinaus verfolgt ARBURG eine langfristige ESG- Strategie, um seine Auswirkungen auf die Wirtschaft, die Umwelt und die Menschen positiv zu beeinflussen. Dies beinhaltet auch die Einhaltung von Menschenrechten im Rahmen der Aktivitäten und Geschäftsbeziehungen des Unternehmens. ARBURG übernimmt auch Verantwortung hinsichtlich seiner Auswirkungen auf das Klima und arbei- tet seit Jahren an der Reduktion von CO2-Emissionen. Seit 2023 verfolgt unser Unternehmen Ziele im Rahmen eines SBTi Near-Term Target bis 2030. Diese Ziele umfassen eine Reduktion der Scope 1 und 2 CO2 Emissionen um 42 Pro- zent, sowie der Scope 3 Emissionen um 25 Prozent. Parallel arbeitet ARBURG derzeit an der Validierung eines Net-zero- target bis 2050. ESG – Nachhaltigkeitsstrategie ARBURG Tetraeder Im Rahmen der durchgeführten doppelten Wesentlichkeits- analyse hat unser Unternehmen kurz- und mittelfristige strategische Prioritäten für einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung, im Einklang mit allgemeinen Trends wie makro- ökonomische, soziale und politische Entwicklungen, gesetzt. Dabei wurden Herausforderungen, Ziele und Vorgaben in Bezug auf den Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung für das nächste Jahr und die kommenden drei bis fünf Jahre identi- fiziert. Einen Überblick zu unseren hier als wesentlich identifizierten Themen geben wir in Kapitel GRI 3 Wesentliche Themen. Unser Verhaltenskodex (Code of Conduct) und das House of Compliance@ARBURG fassen die in der gesamten ARB URG Gruppe gültigen Grundregeln zum ethischen sowie rechts- und gesetzeskonformen Umgang sowohl untereinander als auch im Verhältnis zu Geschäftspartnern, Behörden und sonstigen Dritten zusammen. Dabei geht es unter ande- rem um die Einhaltung nationaler und internationaler Vor- gaben, den freien und fairen Wettbewerb, die Ablehnung von Korruption und Geldwäsche, das Vorleben sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung sowie die Einhaltung von Gesundheits- und Datenschutz. Bisher wurde noch keine Verpflichtungserklärung einge- gangen – ARBURG ist seit 2024 Mitglied des United Global Compact und hat sich zur Einhaltung der zehn Prinzipien öffentlich bekannt. Die Genehmigung wird erteilt durch das höchste Kontroll- organ, die angestellten Geschäftsführer. Die Verpflichtungen gelten für alle Aktivitäten und Ge- schäftsbeziehungen des Unternehmens gleichermaßen. Der Code of Conduct ist allen Mitarbeitenden des Unter- nehmens zugänglich, darüber hinaus wird das Dokument auf unserer Unternehmenswebsite und allen Geschäfts- partnern zur Verfügung gestellt. ARBURG verankert seine politischen Verpflichtungen für verantwortungsbewusstes Geschäftsgebaren in sämtlichen Aktivitäten und Geschäftsbeziehungen. Die angestellten Ge- schäftsführer, welche als oberstes Kontrollorgan fungieren, tragen die Hauptverantwortung für die Überwachung und Umsetzung der politischen Verpflichtungen. Die Funktionen innerhalb des Unternehmens, welche im Tagesgeschäft für die Umsetzung der einzelnen politischen Verpflichtungen zuständig sind, sind klar definiert. Zum Beispiel ist die Personalabteilung für die Umsetzung der Verpflichtung zur Achtung der Rechte der Mitarbeitende verantwortlich. Ihre Berichtswege an die höheren Entschei- dungsebenen sind transparent festgelegt, um eine reibungs- lose Kommunikation und Umsetzung zu gewährleisten. Die Zuweisung der Verantwortung an diese Funktionen basiert auf ihrer Expertise und ihrer direkten Verbindung zu den entsprechenden Themenbereichen. Gleichzeitig ist hier auch die Menschenrechtsbeauftragte nach Lieferkettensorgfaltspf- lichtengesetz (LksG) angesiedelt. Themen wie ethisches Geschäftsverhalten, Einhaltung von Umweltstandards, soziale Verantwortung und Compliance werden in Sitzungen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte regelmäßig erörtert und diskutiert, um sicherzustellen, dass diese Aspekte integraler Bestandteil unserer Unternehmensführung sind. Unser Unternehmen integriert seine politischen Verpflichtun- gen in organisatorische Strategien, betriebliche Politiken und betriebliche Verfahren auf vielfältige Weise. Die Abstimmung erfolgt in enger Verbindung mit unseren umfassenderen Angabe 224 Einbeziehung politischer Verpflichtungen Code of Conduct 18ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 2 Allgemeine Angaben ARBURG auf einen Blick GRI 3 Wesentliche Themen Weitere Informationen Vorwort Über diesen Bericht https://www.arburg.com/media/daten/other/arburg_verhaltenskodex.pdf Risikomanagementsystemen und Managementstrategien. Unser Risikomanagement beinhalten eine halbjährliche Über- prüfung und Kommunikation der evaluierten Risiken an die Geschäftsführung und Bereichsleiter. Dadurch stellen wir si- cher, dass die politischen Verpflichtungen in unseren Risiko- managementprozessen angemessen berücksichtigt werden, um potenzielle Auswirkungen auf wirtschaftlicher, ökologi- scher, sozialer und menschenrechtlicher Ebene zu bewerten und zu managen. Des Weiteren sind unsere Managementstrategien, wie sie im AMA-Handbuch festgelegt sind, für alle Führungskräfte und Mitarbeitende verbindlich. "AMA-Handbuch" steht als Abkürzung für ARBURG Management Allround und ist das integrierte und prozessorientierte Managementsystem der ARBURG GmbH + Co KG. Dieses Handbuch dient als integ- riertes und prozessorientiertes Managementsystem und legt die organisatorischen Voraussetzungen für eine optimale Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern sowie aller Bereiche und Mitarbeitenden intern fest. Es wird regelmäßig aktualisiert, um sicherzustellen, dass unsere betrieblichen Prozesse und Verfahren im Einklang mit unseren politischen Verpflichtungen stehen. Im Intranet von ARBURG können über Links die im AMA- Handbuch beschriebenen Dokumente und Formulare direkt aufgerufen werden: — Prozessbeschreibungen (PB) — Verfahrensanweisungen (VA) — Organisationsanweisungen (OA) — Formulare (FO) — Produktionsdokumente Zusätzlich existiert ein separates AMA-Handbuch für Nieder- lassungen. Das Handbuch für Niederlassungen ist das wesentliche Inst- rument zur optimalen Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Niederlassungen und Loßburg. Sämtliche mitgeltenden Formulare und Dokumente, die im Handbuch für Niederlassungen aufgeführt sind, können von dort geöffnet, ausgedruckt und abgespeichert werden. Werte und Verpflichtungen, die wir als Unternehmen einge- hen, werden in den Geschäftsbeziehungen gleichermaßen berücksichtigt. ARBURG bietet verschiedene Schulungen zur Umsetzung der politischen Verpflichtungen an, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeitenden mit den entsprechenden Anforderungen vertraut sind. Dazu gehören einschlägige, teilweise verpflich- tende E-Learnings, die über unsere unternehmensinterne Plattform „SuccessFactors“ zugänglich sind. Diese E-Lear- nings decken relevante Themen ab und ermöglichen es den Mitarbeitenden, sich kontinuierlich über die politischen Ver- pflichtungen zu informieren und ihr Wissen auf dem neu- esten Stand zu halten. Zusätzlich zu den E-Learnings werden in den jeweiligen Ge- schäftsbereichen Thementage abgehalten, um spezifische Aspekte der entsprechenden Verpflichtungen zu vertiefen. Ein Beispiel hierfür sind Thementage im Vertrieb, die darauf abzielen, die Mitarbeitenden für die besonderen Anforde- rungen in diesem Bereich zu sensibilisieren. Darüber hinaus werden Einzelfort- und Weiterbildungen, Fachseminare und Veranstaltungen angeboten, die es den Mitarbeitenden ermöglichen, sich eingehender mit den politischen Verpflichtungen auseinanderzusetzen und ihr Fachwissen zu erweitern. Diese Schulungsmaßnahmen tra- gen dazu bei, ein tiefes Verständnis für die Verpflichtungen zu schaffen und deren erfolgreiche Umsetzung in unserer Organisation zu gewährleisten. Das auf das konkrete Risikoprofil von ARBURG abgestimmte House of Compliance@ARBURG sowie der ARBURG Ver- haltenskodex (Code of Conduct) bilden den Rahmen unseres Compliance-Managements. Hierdurch wird das Bewusstsein der Beschäftigten hinsichtlich der Einhaltung der geltenden Gesetze und Regeln gestärkt. Die festgeschriebenen Werte sind für alle Mitarbeitenden und Führungskräfte verbindlich. Verstöße gegen die Regelungen können zu arbeitsrecht- lichen Konsequenzen, der Geltendmachung von Schadens- ersatzansprüchen und strafrechtlichen Sanktionen führen. Bei nachhaltigen Verstößen von Geschäftspartnern gegen das House of Compliance@Arburg und unseren Verhaltens- kodex behält sich ARBURG das Recht vor, die betroffenen Geschäftspartner auszuschließen. Über das ARBURG Compliance Meldeformular können Mit- arbeitende mögliche Compliance-Verstöße melden oder Compliance-Bedenken äußern. Alle Meldenden haben dabei das Recht, anonym zu bleiben. Die Meldekanäle werden publiziert und Mitarbeitende und Stakeholder werden er- mutigt, sich zu melden, wenn sie Kenntnis von potenziellen Verstößen haben oder diese vermuten – die Vertraulichkeit und Anonymität hinsichtlich des Umgangs mit den angege- Angabe 225 Verfahren zur Beseitigung negativer Auswirkungen 19ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 2 Allgemeine Angaben ARBURG auf einen Blick GRI 3 Wesentliche Themen Weitere Informationen Vorwort Über diesen Bericht benen Daten wird ausdrücklich zugesichert. Eine vertrauliche und diskrete Behandlung dieser Meldung wird durch die Interne Revision gewährleistet. Für Fragen zu unserem Verhaltenskodex sowie zu Meldungen von Verdachtsfällen können verschiedene Kanäle genutzt werden – vertraulich und anonym. Revision bei ARBURG Telefon: +49 (0) 74 46 33-4235 E-Mail: compliance@arburg.com Eine besondere Verantwortung tragen die Führungskräfte, insbesondere die Geschäftsleitung und Leitungsebene. Sie alle handeln als Vorbild für ihre Mitarbeitenden und leben ihnen die Inhalte und Werte des Code of Conduct vor. Sie informieren ihre Mitarbeitenden über die Regelungen des Code of Conduct und stellen im jeweiligen Verantwortungs- bereich die Einhaltung der gesetzlichen und internen Rege- lungen sicher. Mitarbeitende sind folglich dazu angehalten, Verstöße oder Bedenken an ihre Vorgesetzten zu melden. Treten entsprechende Verstöße auf, können diese eben- falls vertraulich über unser Compliance Melde-Formular der ARBURG Homepage gemeldet werden. Je nach Art des Ver- stoßes und der Meldung wird beim Auftreten eines solchen Ereignisses ein definierter Prozess angestoßen, um entspre- chende Abhilfemaßnahmen zu erörtern, zu implementieren und auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen. Ebenfalls wird überprüft, ob und wie die betroffenen Personen in diesen Prozess mit einbezogen werden können. Dieser Prozess unterliegt einer ständigen internen Verbesserung. Am Beispiel der Meldungen für Verstöße mit Umweltbezug (ISO14001) wird dies deutlich, hier beabsichtigt ARBURG einen 8D-Report einzuführen. Ein 8D-Report (Eight Disciplines Report) ist ein Problem- lösungsverfahren, das ursprünglich von der Ford Motor Company entwickelt wurde, um systematisch Qualitätspro- bleme zu identifizieren, zu korrigieren und zu eliminieren. Er wird in verschiedenen Branchen angewendet, um komplexe Probleme effektiv zu lösen, und ist besonders in der Auto- mobilindustrie verbreitet. Obwohl der 8D-Report in erster Li- nie für die Produktqualität und -sicherheit entwickelt wurde, lässt er sich auch auf Umweltverstöße, wie beispielsweise Lärmbelästigung, anwenden. Die acht Disziplinen des 8DReports umfassen folgende Schritte: D1: Team bilden - Ein Team von Experten wird zusammen- gestellt, um das Problem zu untersuchen und zu lösen. D2: Problem beschreiben - Das Problem wird klar und präzise definiert, einschließlich der Symptome und der betroffenen Stakeholder. D3: Sofortmaßnahmen ergreifen - Kurzfristige Maßnahmen werden ergriffen, um das Problem vorübergehend zu kontrollieren und weiteren Schaden zu verhindern. D4: Ursache ermitteln - Die Root-Cause-Analyse wird durch- geführt, um die eigentliche Ursache des Problems zu identifizieren. D5: Dauerhafte Abstellmaßnahme wählen - Es werden Lösungen entwickelt und bewertet, um die identifizierte Ursache dauerhaft zu beseitigen. D6: Abstellmaßnahme implementieren - Die ausgewählten Lösungen werden umgesetzt, um das Problem zu be- heben. D7: Vorbeugung - Maßnahmen werden ergriffen, um ähn- liche Probleme in der Zukunft zu verhindern. D8: Teamarbeit anerkennen - Das Team und die individuellen Beiträge werden anerkannt und die Erfahrungen für zu- künftige Problemlösungen dokumentiert. Durch die lösungsorientierte Herangehensweise des 8D-Re- ports wird die kontinuierliche Verbesserung gefördert und das Unternehmen kann einen proaktiven Ansatz bei der Handhabung von Umweltverstößen und anderen Herausfor- derungen annehmen Unser Compliance Melde-Formular ist auch für unsere ex- ternen Stakeholder zugänglich. Anwendungs- und Verbes- serungsvorschläge von unseren Stakeholdern zu unserem Verfahren können mitgeteilt werden und werden nach den in c. beschriebenen Verfahren bearbeitet. Die Stakeholder werden im Rahmen unseres Verhaltensko- dexes auf die Meldewege von Beschwerden und Verstößen aufmerksam gemacht und informiert. Unsere Grundsätze im Rahmen des House of Compliance@Arburg sowie unseres Verhaltenskodexes bringen wir auch allen Mitarbeitenden immer wieder nahe, etwa über unsere Mitarbeitendeninfor- mationen oder in unserem Einarbeitungsprogramm „Tag der Neuen“. Compliance Meldeformular 20ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 2 Allgemeine Angaben ARBURG auf einen Blick GRI 3 Wesentliche Themen Weitere Informationen Vorwort Über diesen Bericht https://www.arburg.com/media/daten/other/Meldeformular_Compliance-Verdachtsfall.pdf Die Mitarbeitenden werden im Rahmen ihrer Einarbeitung und durch regelmäßige Intranet-Meldungen zu den unter 2-16 und 2-25 genannten Themen informiert. Die einschlägi- gen Dokumente und Meldekanäle sind auch Einzelpersonen zugänglich, beispielsweise über unsere ARBURG Homepage. Unter GRI 2-16 und GRI 2-25 wurden die Prozesse be- schrieben, mit denen wir die Anliegen, Anregungen und Beschwerden unserer Stakeholder entgegennehmen und be- arbeiten – diese Möglichkeiten stehen auch Einzelpersonen zur Verfügung. Angabe 226 Verfahren für die Einholung von Ratschlägen und die Meldung von Anliegen ARBURG ist Mitglied in einer Vielzahl von Industriever- bänden, Instituten und Netzwerken und spielt dort eine wichtige Rolle. Die Mitgliedschaft in diesen Organisationen reflektiert das Engagement von ARBURG für Branchenent- wicklung, technologische Innovation, Qualitätssicherung und nachhaltige Geschäftspraktiken. Nachfolgend eine Auswahl der Mitgliedschaften: — AIARD (Artificial Intelligence Augmented R&D): Fokus auf KI-unterstützte Forschung und Entwicklung. — AKZEDIS: Netzwerk für Unternehmen im Kunststoff- sektor, Maschinenherstellung und Peripherie. Angabe 228 Mitgliedschaft in Verbänden und Interessengruppen — AKZEPT-PP (Anwendungs- und Kompetenzzentrum für Polymer Technologie – Partner-Pool): Geschlossener Expertenkreis im Bereich Medizin. — BGHM (Berufsgenossenschaft Holz und Metall): Aktivitäten im Bereich Sicherheitswesen. — BME (Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik): Zugang zu Themen rund um die Materialwirtschaft. — Campus Schwarzwald: Engagement im Arbeitskreis Labor & Forschung zur Förderung von Forschungs- und Laboraktivitäten. — DGQ (Deutsche Organisation für Qualität): Beteiligung an Erfahrungsaustauschgruppen und Betriebsbesichti- gungen. — DHBW Horb (Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart): Mitarbeit im Arbeitskreis Digitalisierung und im Campus-Beirat. — DIN (Deutsches Institut für Normung): Langjähri- ge Mitgliedschaft und Beteiligung in verschiedenen Normenausschüssen. — DKG (Deutsche Keramische Gesellschaft e.V.): Netzwerk und Förderung in der Keramikbranche. — DSAG (Deutsche SAP Anwender Gruppe): Mitwirkung bei der Entwicklung von SAP-Leitfäden und Vorgehens- modellen. — EPMA (European Powder Metallurgy Association): Engagement in einem Dachverband für Metallspritzguss. — Euromap: Mitgliedschaft in einem Dachverband der europäischen Kunststoff- und Gummimaschinen- industrie. — FKTU Chemnitz: Unterstützung des Instituts für Fördertechnik und Kunststoffe. — IKV (Institut für Kunststoffverarbeitung): Mitglied in der Fördervereinigung und im Fachbeirat. — Fraunhofer-Institute: Kooperation in verschiedenen Bereichen der Forschung und Entwicklung. — IHK Nordschwarzwald: Mitarbeit im Berufsbildungs- ausschuss und in Prüfungsausschüssen. — INSA (Institut national des sciences appliquées, Straßburg): Beteiligung an Forschungsprojekten im Bereich KI. — ISO (International Organization for Standardization): Mitwirkung an der Entwicklung internationaler Normen. — KNF (Kunststoff-Netzwerk Franken): Zusammenarbeit mit Partnern im Kunststoffbereich. — Leichtbau BW: Mitgliedschaft in einem Netzwerk zur Förderung von Leichtbau-Technologien. — MGA Mobility: Teilnahme an Aktivitäten im Bereich Additive Manufacturing. — R-cycle: Engagement im Bereich Kreislaufwirtschaft und Recycling. — SPE automotive (SOCIETY OF PLASTICS ENGINEERS): Teilnahme im Jurorenkreis für den SPE automotive Award und Beiträge zur Kunststoffverarbeitung. 21ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 2 Allgemeine Angaben ARBURG auf einen Blick GRI 3 Wesentliche Themen Weitere Informationen Vorwort Über diesen Bericht — Das Kunststoffzentrum (SKZ) — Südwestmetall: Arbeitgeberverband BW — Technische Hochschule Rosenheim: Kooperation im Bereich Forschung und Technologieentwicklung. — Technomer: Beteiligung im wissenschaftlichen Beirat zur Unterstützung der Organisation von Fachtagungen. — Transferinitiative Rheinland-Pfalz: Mitwirkung im Netzwerk zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit im Innovationsstandort Rheinland-Pfalz. — Transferverbund Südwestfalen: Unterstützung des Austauschs zwischen Unternehmen, Hochschulen und Instituten zur Wirtschaftsentwicklung. — VEA (Verband der Energieabnehmer): Mitgliedschaft im Bereich der Gebäudetechnik. — VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau): Umfangreiche Beteiligung in diversen Fachgruppen und Netzwerken zur Förderung der Maschinenbauindustrie. — VDWF (Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer): Engagement im Industrieverband zur Stärkung des deut- schen Werkzeug- und Formenbaus. Solche Mitgliedschaften ermöglichen ARBURG, aktiv an der Gestaltung von Industriestandards teilzunehmen, Einblick in aktuelle Forschungstrends zu erhalten und sich für die Inte- ressen der Branche einzusetzen. Sie tragen auch dazu bei, das Wissen und die Innovation in der Organisation zu för- dern und ARBURG als Teil der jeweiligen Branchengemein- schaften zu positionieren. Der Gesamtkontext, in dem ARBURG sich als Unternehmen bewegt, besteht aus einer Reihe von interessierten Gruppen. Diesen Stakeholdern sind wir in unterschiedlicher Art und Weise verpflichtet. Dazu zählen etwa die eigenen Mitarbei- tenden und Niederlassungen, Handels- und Projektpart- ner, Kunden und Interessenten, Lieferanten, zuarbeitende Institutionen wie etwa der TÜV, Versicherungen oder die Berufsgenossenschaften, internationale Stellen, die sich um die Einhaltung von Auflagen zur jeweiligen Ländereinfuhr kümmern, sowie Bildungsstätten, Verbände, die Presse und die politischen Parteien. Für ARBURG ist wichtig, einen offenen und transparenten Dia- log mit diversen Interessengruppen zu pflegen. Dies geschieht sowohl persönlich als auch über verschiedene Kommunika- tionskanäle wie unsere Website, Pressemitteilungen, soziale Netzwerke sowie spezielle Veranstaltungen. Wir beteiligen uns aktiv an öffentlichen Diskussionen und Veranstaltungen, einschließlich Fachkonferenzen und Bürgerinformationsver- anstaltungen. Darüber hinaus engagieren wir uns in Gremien, Verbänden und Netzwerken, nehmen an Forschungsprojekten teil und beteiligen uns am öffentlichen Diskurs. Zudem integrieren wir gezielt Stakeholder-Gruppen in unseren Prozess der Wesentlichkeitsanalyse. Wir schätzen ihr Feed- back und berücksichtigen es bei der Erstellung des Nachhal- tigkeitsberichts. Des Weiteren streben wir danach, die Zufriedenheit unserer Kunden zu erhöhen, um langfristige Bindungen mit beste- henden Kunden zu festigen und neue Kunden zu gewinnen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung für uns, die An- forderungen und Bedürfnisse unserer Kunden zu verstehen. Angabe 229 Ansatz für die Einbindung von Stakeholdern Um die Einbindung der Stakeholder zu erreichen, erfasst das Business Development im Bereich Market Intelligence durch regelmäßige Umfragen zu unterschiedlichen Sachthemen wie Qualität, After Sales Performance, Produkt, Trends, Digitalisierung etc. die Anforderungen unserer Kunden und potenziellen Kunden. Kunden und Wettbewerber wurden gezielt im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse eingebunden – siehe Kapitel GRI 3. Im Berichtszeitraum veranstaltete ARBURG in Loßburg den „Partner Summit“. Dieses Event wurde von ARBURG speziell für seine langjährigen Technologie-Partner und Lieferanten angeboten. Zentrales Thema während des Partner Summits waren die umfassenden Aktivitäten von ARBURG und seinen Partnern rund um das Thema Nachhaltigkeit. Circa 93 Prozent der ARBURG Mitarbeitenden arbeiten im Rahmen von Tarifverträgen, insbesondere den Tarifver- trag der IG Metall Baden-Württemberg, der eine faire und transparente Arbeitsbeziehung unterstützt. Diese Tarifver- träge tragen dazu bei, die Arbeitsbedingungen zu regeln, und stellen sicher, dass unsere Mitarbeitenden angemessen entlohnt und sozial abgesichert sind. Die hohe Abdeckung durch Tarifverträge unterstreicht unser Engagement für ge- rechte und nachhaltige Arbeitspraktiken sowie für das Wohl- ergehen unserer Belegschaft. Für Angestellte, die nicht unter Tarifverträge fallen, gelten Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen auf der Grundlage von Tarifvereinbarungen. Angabe 230 Tarifverträge 22ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 2 Allgemeine Angaben ARBURG auf einen Blick GRI 3 Wesentliche Themen Weitere Informationen Vorwort Über diesen Bericht GRI 3 Wesentliche Themen Im Jahr 2024 wurde erstmalig eine doppelte Wesentlich- keitsanalyse durchgeführt. Für die Identifikation der wesentlichen Themen hat ARBURG eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt und somit nicht nur positive und negative Auswirkungen inkludiert, son- dern auch finanzielle Risiken und Chancen berücksichtigt. Die Durchführung der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wurde in 5 Phasen unterteilt und entspricht den Anforde- rungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD). Grundlage der doppelten Wesentlichkeitsanalyse war eine Long List, die verschiedene ESG-Themen (Environ- mental, Social, Governance) umfasst. Durch mehrere Analyseschritte unter Berücksichtigung ver- schiedener relevanter Stakeholder, der gesamten Wertschöp- fungskette als auch Zeithorizonte, wurde dann die Short-List erstellt. Basierend auf der Short-List wurden die einzelnen identifizierten Auswirkungen, Risiken und Chancen (IRO) mit dem obersten Kontrollorgan von ARBURG als auch dem Be- triebsrat des Unternehmens diskutiert und nach den Bewer- tungsprinzipen (Scale, Scope, Remediability) entsprechend bewertet. Nach einer ausführlichen Analyse ergaben sich die folgenden Hauptthemen, die die Grundlage für den vorlie- genden Bericht bilden. Die negativen Auswirkungen wurden nach Ausmaß, Umfang und Irreversibilität bestimmt. Im Falle potenzieller negativer Auswirkungen auf die Menschenrechte hat der Schweregrad der Auswirkungen Vorrang vor ihrer Wahrscheinlichkeit. Die positiven Auswirkungen dagegen wurden nach Ausmaß und Umfang bewertet. Klimawandel (Energie & Emissionen) Zirkularität (Materialien & Abfall) Arbeitssicherheit (Sicherheit der Mitarbeitenden) Die Themen Klimawandel, Zirkularität sowie Arbeitssicher- heit wurden in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Interessengruppen bestimmt. Angabe 31 Verfahren zur Bestimmung wesentlicher Themen Angabe 32 Liste der wesentlichen Themen Innerhalb des Prozesses wurden zwei Mal Schwellenwerte gesetzt. Innerhalb eines Short-List Workshops wurden unterschiedliche Schwellenwerte unter Berücksichtigung aller relevanter European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) Leitfäden diskutiert. ARBURG hat dann den finalen Schwellenwert zur Short-List festgelegt. Der gleiche Schwel- lenwert wird sowohl für die Themen auf Impact-Seite als auch auf finanzieller Seite angewendet. So werden auch Long-List Themen in der Short-List weiterführend behandelt, wenn ein Thema nur aus einer der beiden Perspektiven den Schwellenwert überschreitet. ARBURG hat sich für den Schwellenwert 1,0 entschieden. Somit fallen alle Themen sowohl auf Impact als auch auf Finanzieller Seite in die Short-List, welche den Wert von 1,0 überschreiten. Demnach besteht die Short-List für ARBURG aus 20 Themen. Nach der Bewertung der Short-List hat ARBURG erneut unter Berücksichtigung aller relevanten EFRAG Leitfäden diskutiert und sich für den Schwellenwert 3,2 entschieden, welcher die finalen Themen beinhaltet. In das Verfahren zur Festlegung der wesentlichen Themen bei ARBURG sind vielfältige Ansichten unterschiedlicher Sta- keholder eingeflossen, um eine umfassende und fundierte Perspektive zu gewährleisten. Hierzu zählen Mitbewerber, die wertvolle Einblicke in branchenspezifische Standards und Entwicklungen bieten, sowie Kunden, deren Erwartungen und Bedürfnisse entscheidend für die Priorisierung sind. ARBURGs eigene Themen-Spezialisten zu ESG haben durch ihre Fachkenntnisse maßgeblich zur Identifikation relevanter Themen beigetragen. Externe Rating-Klassifikationen und Medienanalysen liefern zusätzlich wichtige Informationen zu Trends und Wahrnehmungen. Durch externe Experteninter- views wurde weiteres spezifisches Wissen eingebunden. Die Geschäftsführung von ARBURG hat schließlich durch strate- gische Vorgaben und Entscheidungen das Verfahren abge- rundet und die wesentlichen Themen final festgelegt. Der Betriebsrat des Unternehmens wurde über die vorgenom- mene doppelte Wesentlichkeitsanalyse informiert und deren Perspektive auf die als wesentlich identifizierten Themen eingeholt. 24ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Klimawandel Umweltauswirkungen im Kontext des Klimawandels und Energieverbrauchs ARBURG ist sich der vielschichtigen Auswirkungen seiner Geschäftstätigkeiten auf Wirtschaft, Umwelt und Gesell- schaft bewusst. Das Unternehmen erkennt an, dass Aktivi- täten wie die Beschaffung und Herstellung von Produkten sowie deren Einsatz beim Kunden zu einem erhöhten Ener- giebedarf führen können. ARBURG setzt sich jedoch aktiv für eine Reduktion der energiebezogenen Auswirkungen ein und hat bereits deutliche Fortschritte bei der Verringerung von Emissionen in der Produktion von Maschinen für die Kunststoffverarbeitung erzielt. Im Bereich Energie verfolgt ARBURG das Ziel, den Energie- einsatz zu optimieren, um so den Fußabdruck der eigenen Produktionseinheiten sowie der Maschinen im Einsatz beim Kunden zu verbessern. Durch die Verbesserung der Ener- gieeffizienz innerhalb des eigenen Unternehmens und die Unterstützung der Kunden bei der Energieoptimierung durch innovative Lösungen leistet ARBURG einen wesentli- chen Beitrag zur Senkung des Energieverbrauchs. Angabe 33 Management von wesentlichen Themen Beteiligung an negativen Auswirkungen durch Geschäftsbeziehungen Die Geschäftstätigkeit von ARBURG kann indirekte Auswir- kungen auf die Umwelt haben, die sich aus der Verwendung der Produkte durch Kunden und die Beschaffungsprozesse ergeben. ARBURG ist bestrebt, die Umweltauswirkungen in der gesamten Wertschöpfungskette zu minimieren, und unterstützt Kunden dabei, ihre Energieeffizienz zu steigern und Emissionen zu reduzieren. Richtlinien und Verpflichtungen zu wesentlichen Themen Im Rahmen seiner Verpflichtung zu nachhaltigem Wirtschaf- ten hat ARBURG bereits 2018 strategische Programme zur Unterstützung der sogenannten Twin Transformation ins Leben gerufen. Das Programm arburgXworld konzentriert sich auf die Digitalisierung, während arburgGREENworld Initiativen zur Förderung der Nachhaltigkeit umfasst. Diese Programme sind Ausdruck der Zielsetzung von ARBURG, den Energieverbrauch und die Emissionen kontinuierlich zu reduzieren. Der ARBURG Code of Conduct spiegelt zudem die Bedeutung von Umweltschutz und ressourcenschonen- dem Umgang mit Energie als festem Bestandteil der Unter- nehmenskultur wieder. Im Rahmen der nachgelagerten Wertschöpfungskette wird festgestellt, dass der Energiebedarf der Produkte im Einsatz bei Kunden und die damit verbundenen Emissionen trotz der hohen Effizienzstandards der ARBURG Produkte zur Ge- samtbilanz der Treibhausgasemissionen signifikant beitragen könnten. ARBURG nimmt diese Herausforderung ernst und engagiert sich für die Unterstützung der Kunden bei der Op- timierung ihrer Betriebsprozesse, um den Energieverbrauch und die Emissionen zu reduzieren. Des Weiteren ist ARBURG Teil eines umfangreichen Netz- werks von Lieferanten und versteht die Bedeutung eines verantwortungsbewussten Beschaffungsprozesses. Im Bestreben, den CO2-Fußabdruck der gesamten Lieferkette zu verringern, plant ARBURG zukünftig enger mit seinen Lieferanten zusammenzuarbeiten, um umweltschonendere Praktiken zu fördern und die Effizienz zu steigern. In der zukünftigen Ausrichtung von ARBURG begleitet die erweiterte Übernahme von Verantwortung entlang der ge- samten Wertschöpfungskette strategische Entscheidungen. Das Unternehmen plant, seine Bemühungen zu intensivie- ren, um den ökologischen Fußabdruck seiner Aktivitäten – von der Beschaffung bis hin zur Nutzung der Produkte durch die Endkunden – zu reduzieren. Diese zukünftigen Bestrebungen beinhalten eine noch engere Zusammenarbeit mit Lieferanten (Upstream), um gemeinsam nachhaltigere Materialien und Prozesse zu entwickeln und zu fördern. Gleichzeitig blickt ARBURG positiv auf die bereits bestehen- de enge Zusammenarbeit mit seinen Kunden im Hinblick auf nachhaltige Praktiken. Diese Partnerschaften sind ein Grundstein für die gemeinsamen Bemühungen, die Umwelt- auswirkungen während der Nutzungsphase der Maschinen zu minimieren. Durch einen kontinuierlichen Dialog und die gemeinsame Entwicklung von Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz beweist ARBURG Engagement für eine ver- antwortungsvolle Unternehmensführung. 25ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht In der Zukunft plant ARBURG, diese Zusammenarbeit weiter auszubauen und zu vertiefen, um noch umfassender auf die Bedürfnisse und Herausforderungen der Kunden eingehen zu können. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Optimierung der Produktlebenszyklen gelegt, mit dem Ziel, den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen zu reduzie- ren. Die Kooperation mit Kunden reicht derzeit von tech- nischer Beratung und Schulung bis hin zur gemeinsamen Entwicklung von Systemlösungen, die nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch zur Schonung von Ressourcen bei- tragen. Richtlinien und Verpflichtungen im Bereich Klima- wandel und Energie ARBURG hat sich dem Schutz des Klimas und der sorgsamen Nutzung von Energie verpflichtet. Die Unter- nehmensstrategie umfasst eine umfassende Herangehens- weise zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und zur Optimierung des Energieverbrauchs. Als Teil dieser Strategie hat sich ARBURG zu den Zielen der Science Based Targets Initiative (SBTi) bekannt, was das Unternehmen zu einem Vorreiter in der Branche hinsichtlich des Engagements für wissenschaftsbasierte Emissionsziele macht. Der ARBURG Code of Conduct bekräftigt diese Verpflichtung zusätzlich. Er definiert klar den Stellenwert von Umwelt- schutz im Unternehmen: „Der Schutz der Umwelt und der schonende Umgang mit Ressourcen und Energie sind bei ARBURG fester Bestandteil der Unternehmenskultur.“ Dies manifestiert sich nicht nur in internen Prozessen, sondern auch in der Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten. Durch diese Richtlinien und das fortlaufende Engagement zeigt ARBURG, dass Nachhaltigkeit mehr als ein Konzept ist – es ist ein zentrales Element der Unternehmensidentität und der täglichen Arbeit. Das Unternehmen ist bestrebt, seine führende Rolle in der Branche weiter auszubauen und aktiv zu einer Reduzierung der Umweltauswirkungen im Sektor der Kunststoffverarbeitung beizutragen. Maßnahmen zur Handhabung des Themas Klima wandel und Energie ARBURG hat bereits vor Jahren ein umfangreiches Energie- und Umweltprogramm ins Leben gerufen, das auf die kon- tinuierliche Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit abzielt. In diesem Rahmen trifft sich der Umwelt- und Ener- gieausschuss monatlich, um relevante Richtlinien, Ziele und Leistungsindikatoren zu überprüfen und darauf basierend angemessene Maßnahmen zu entwickeln. Im Jahr 2023 hat ARBURG eine Reihe von Maßnahmen erfolgreich umgesetzt, die zur Reduktion des Energieverbrauchs beigetragen haben. Diese Initiativen sind ein Beweis für das kontinuierliche Bestreben des Unternehmens, die Energieeffizienz gemäß ISO 50001 zu erhöhen und den ökologischen Fußabdruck im Einklang mit ISO 14001 zu verkleinern. In GRI-Angabe 302-4 Verringerung des Energieverbrauchs, werden die Maßnahmen im Berichtsjahr 2023 detailliert aufgelistet. Zu den in der Vergangenheit bereits umgesetzten Maßnahmen gehören: — Durchführung von Energie-Audits zur Identifizierung von Effizienzsteigerungen und Emissionsreduktionen. — Erwerb und Erzeugung von erneuerbarer Energie, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. — Schulungen für Mitarbeitende zu den Themen Energie- sparen und Klimaschutzmaßnahmen, um das Bewusst- sein und die Verantwortung zu fördern. — Einsatz von Abwärme-Rückgewinnung — Verbesserung der Gebäude-Energieeffizienz durch tech- nologische Aufrüstungen und modernisierte Ausrüstung. — Installation von energiesparender LED-Beleuchtung im Betriebsrestaurant und in Produktionshallen. — Erneuerung der Gasbrenner in der Kunststoffbeschichtung und Umrüstung von Lackieranlagen für einen geringeren Energieverbrauch. — Installation von energieeffizienten Druckluft-Blockheiz- kraftwerken und Behebung von Druckluftleckagen zur weiteren Reduzierung von Energieverlusten. Zudem nimmt ARBURG regelmäßig an verschiedenen Be- wertungen wie Ecovadis und CDP teil, um die Effektivität der Umweltbemühungen zu messen und sichtbar zu ma- chen. Speziell im Bereich Klimawandel wurden die CO2-Fuß- abdrücke für alle drei Scopes berechnet und für das Berichts- jahr erstmalig mit „limited assurance“ unabhängig geprüft, um Einsparpotenziale zu identifizieren und zu nutzen. Nachverfolgung der Wirksamkeit der Maßnahmen Die Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen wird im Rahmen des jährlichen Managementreviews im Rahmen der ISO 90001, 140001 und 50001 mit Mitgliedern der Geschäftsführung diskutiert. Die relevanten Umweltkenn- zahlen, darunter Abfall, Wasser, elektrische Energie, Energie- erzeugung, Erdgas und Kraftstoffverbrauch, werden fortlau- fend bewertet. Darüber hinaus erfolgen in der „Bewertungs-Matrix relevante Umweltaspekte“ die Zuordnung von Umweltprozessen und deren Bewertung anhand eines Punktesystems, das Faktoren 26ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht wie Rechtsvorschriften, Umweltauswirkungen sowie Häufig- keit berücksichtigt. Die identifizierten wesentlichen Umwelt- aspekte fließen in die Festlegung der Handlungsprioritäten und die Ableitung von Umweltzielen und Maßnahmen ein. Zur Bewertung der Fortschritte im Bereich Klimawandel und Energie setzt ARBURG spezifische Ziele, Vorgaben und Indikatoren ein, die es dem Unternehmen ermöglichen, die Wirksamkeit seiner Maßnahmen zu überwachen und zu be- richten. Im Jahr 2023 konnten folgende Ziele im Rahmen der festgelegten Programme erreicht werden: Strategische Ziele 2023 — Senkung des GesamtEnergieverbrauchs: Das Ziel einer Senkung des Gesamt-Energieverbrauchs um 5 Pro- zent im Vergleich zum Basisjahr 2012 wurde erreicht, mit einem Zielwert von weniger als 2.046 kWh pro Tonne Produkt. Für das Jahr 2023 wurde eine normalisierte Energie-Kennzahl von 1.691,1 kWh pro Tonne Produkt ermittelt, was eine Verbesserung darstellt und innerhalb des Zielbereichs liegt. — Steigerung des Anteils regenerativer Energie: Das Ziel, den Anteil regenerativer Energieformen auf mindes- tens 7 Prozent des Gesamt-Stromverbrauchs zu erhöhen, wurde mit einem IST-Wert von 14,4 Prozent deutlich übertroffen. Die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere auf den Ausbau der Photovoltaikanlagen und die direkte Anbindung von Windenergieanlagen an ARBURG zurückzuführen. — Erhöhung des RegenwasserAnteils am Gesamt wasserverbrauch: Das Ziel, den Regenwasseranteil auf 20 Prozent zu erhöhen, wurde mit 20,5 Prozent erreicht, obwohl dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr leicht ge- sunken ist. Neu definierte strategische Ziele für 2024 und die Zukunft Für die kommenden Jahre wurden folgende neue strategische Ziele definiert: — Jährliche Senkung des Gesamtenergieverbrauchs: Eine kontinuierliche Reduktion des Gesamtenergie- verbrauchs um 0,5 Prozent pro Jahr im Vergleich zum Vorjahr. — Steigerung des Anteils regenerativer Energieformen: Erhöhung des Anteils regenerativer Energieformen (Photovoltaik, Geothermie) auf mindes- tens 25 Prozent des Gesamt-Stromverbrauchs bis 2030. — Erhöhung des Regenwasseranteils am Gesamt wasserverbrauch: Anstieg des Regenwasser anteils auf 25 Prozent bis 2030. — Reduktion der Scope 1 und 2 Emissionen: Ziel ist eine Reduktion dieser Emissionen um 42,0 Prozent bis 2030, entsprechend dem Near-Term-Ziel der Science Based Targets Initiative (SBTi). — Reduktion der Scope 3 Emissionen: Eine Verringe- rung um 25 Prozent bis 2030 ist ebenfalls Teil des Near- Term-Ziels der SBTi. — Klimaneutralität in Scope 1 & 2: Bis zum Jahr 2034, dem 111. Jubiläum des Familienunternehmens Hehl, strebt ARBURG Klimaneutralität in Scope 1 & 2 an. — NetZero Target: Langfristig setzt ARBURG das Ziel, bis zum Jahr 2050 die Scope 1, 2 und 3 Emissionen um 90 Prozent zu reduzieren, gemäß dem aktuell bei der SBTi zur Validierung eingereichten Net-Zero-Ziel. Diese ambitionierten Ziele reflektieren das Engagement von ARBURG. Die kontinuierliche Überwachung und Anpassung der Ziele ermöglicht es ARBURG, auf Veränderungen in der technologischen Landschaft und den regulatorischen Rah- menbedingungen zeitnah zu reagieren und sicherzustellen, dass die Unternehmensstrategie konsequent auf die Redu- zierung des ökologischen Fußabdrucks ausgerichtet bleibt. Durch die Verbindung dieser strategischen Ziele mit konkreten Maßnahmen und deren regelmäßiger Überprüfung stellt ARBURG sicher, dass die Unternehmensaktivitäten und die Nachhaltigkeitsstrategie eng miteinander verknüpft sind und einen positiven Einfluss auf die Umwelt haben. Die Bewertung und Einhaltung der Fortschritte werden zu- sätzlich durch sogenannte Audit-Rundgänge verstärkt. Diese sind anhand von Checklisten vorgenommen, die die wesent- lichen gesetzlichen Anforderungen als Prüfpunkte enthalten. Die Maßnahmen werden entsprechend im Umwelt- und Energieausschuss diskutiert und angepasst. Die gewonnenen Erkenntnisse aus den bisherigen Maßnah- men zur Energieeinsparung und zur Reduzierung der nega- tiven Umweltauswirkungen sind in die betrieblichen Strate- gien und Verfahren von ARBURG eingeflossen und haben zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Nachhaltigkeits- leistung des Unternehmens beigetragen. Diese Erkenntnisse resultieren aus der detaillierten Analyse der erzielten Ergeb- nisse und der Bewertung der Effektivität von umgesetzten Maßnahmen, wie sie im Rahmen des jährlichen Umweltaus- schusses und durch die Einhaltung der ISO-Normen 50001 und 14001 systematisch durchgeführt werden. Einige der zentralen Erkenntnisse, die in die betrieblichen Strategien und Verfahren eingeflossen sind, umfassen: 27ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht — Energieeffizienzsteigerungen: Die erfolgreiche Umsetzung von Maßnahmen wie die Umrüstung auf LED-Beleuchtung und die Optimierung von Anlagen hat gezeigt, dass Investitionen in moderne Technologien nicht nur zu erheblichen Energieeinsparungen führen, sondern auch langfristige Teilekostenvorteile mit sich bringen können. Diese Erfahrungen unterstützen die Entscheidungsfindung bei zukünftigen Investitionen und der Planung neuer Effizienzprojekte. — Integration erneuerbarer Energien: Die über die Ziel- setzung hinausgehende Steigerung des Anteils regene- rativer Energien hat die Machbarkeit und den positiven Einfluss solcher Initiativen unter Beweis gestellt. Die direkte Anbindung von Windenergieanlagen und der Ausbau von Photovoltaikanlagen haben die Energie- unabhängigkeit von ARBURG gestärkt und werden als Blaupause für weitere Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien dienen. — Wassermanagement: Der erhöhte Einsatz von Regen- wasser im betrieblichen Wasserverbrauch hat das Be- wusstsein für die Bedeutung der Ressourceneffizienz geschärft. Diese Erkenntnisse tragen dazu bei, das Wasser- management weiter zu optimieren und in zukünftigen Projekten noch stärker auf alternative Wasserquellen zu setzen. — Kontinuierliche Zielanpassung: Die Erfahrung, dass gesetzte Ziele erreicht und übertroffen werden können, hat zu einer Neuausrichtung und Anhebung der strate- gischen Ziele für 2024 und darüber hinaus geführt. Die neuen Ziele, wie die Steigerung des Anteils regenerativer Energie auf mindestens 25 Prozent bis 2030 oder die Reduktion der Scope 1 und 2 Emissionen um 42 Prozent bis 2030, reflektieren die gewonnenen Erkenntnisse und das gestiegene Ambitionsniveau. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen somit nicht nur in die Weiterentwicklung und Anpassung der Umweltziele von ARBURG ein, sondern auch in die täglichen Betriebsabläufe und langfristigen Entscheidungsprozesse. Sie fördern die Kultur der kontinuierlichen Verbesserung und tragen dazu bei, dass ARBURG seine Rolle als nachhaltig agierendes Unternehmen weiter ausbaut und stärkt. Einfluss auf die ergriffenen Maßnahmen: 1. Dialog und Feedback: Durch den kontinuierlichen Austausch mit Kunden, Lieferanten und Mitarbeitenden konnten Maßnahmen besser auf die Bedürfnisse und Er- wartungen der Interessengruppen abgestimmt werden. Die Einblicke und das Fachwissen dieser Gruppen haben geholfen, effektive Maßnahmen zur Energieeffizienz und Reduzierung von Emissionen zu entwickeln. 2. Anpassung von Produkten und Prozessen: Die Ein- beziehung dieses Feedbacks trägt auch zur Optimierung von Produkten und Dienstleistungen bei. 3. Schulungen und Bewusstseinsbildung: Die Beteili- gung der Stakeholder durch gezielte Veranstaltungen, wie z. B. dem „Partner Summit“ im Berichtsjahr 2023 im Rahmen der ARBURG Jubiläumsveranstaltungen, die das Bewusstsein für Energie- und Umweltschutz erhöhen und dazu beitragen, ein Bewusstsein zu schaffen, negati- ve Umweltauswirkungen zu reduzieren. 4. Zusammenarbeit in der Lieferkette: Die Zusammen- arbeit mit Lieferanten ermöglicht es ARBURG, nachhalti- gere Beschaffungspraktiken zu fördern und die Umwelt- auswirkungen in der gesamten Lieferkette zu minimieren. Einfluss auf die Beurteilung der Wirksamkeit der Maßnahmen: 5. Überwachung und Reporting: Durch regelmäßige interne und externe Audits nach ISO 9001, 14001 und 50001 und ein jährliches Managementreview mit Teil- nehmern der Geschäftsführung kann ARBURG die Wirk- samkeit der umgesetzten Maßnahmen prüfen und die Fortschritte bei der Erreichung der gesetzten Ziele nach- vollziehen. 6. Verbesserte Indikatoren: Die Rückmeldungen von Interessengruppen haben dazu beigetragen, relevante Umweltkennzahlen zu identifizieren und zu verfeinern, die es ARBURG ermöglichen, Fortschritte und Verbesse- rungen präzise zu messen und zu kommunizieren. 7. Benchmarking und Best Practices: Durch die Teilnahme an Bewertungen wie Ecovadis und CDP kann ARBURG seine Leistung mit anderen Unternehmen vergleichen und von Best Practices lernen. Die Einbindung von Inter- essengruppen hilft hierbei, relevante Bewertungskriterien zu verstehen und anzuwenden. 8. Kontinuierliche Verbesserung: Die gewonnenen Er- kenntnisse aus dem Management Review und Audits fließen direkt in die monatlich stattfindenden Energie- und Umweltsitzungen als auch Energieeffizienzbewer- tungen ein, um Strategien und Verfahren zu entwickeln, und tragen somit zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung bei. 28ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Im Berichtsjahr 2023 belief sich der gesamte Brennstoffver- brauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen auf 169,121,584.37 Megajoule (MJ) und umfasste Diesel, Benzin und Gas. Der Gesamtwert des Stromverbrauchs beträgt im Berichts- zeitraum 109,600,113.60 (MJ). Dieser Wert beinhaltet so- wohl den zugekauften als auch den selbst erzeugten Strom. Der Gesamtenergieverbrauch bezieht sich im Berichtszeit- raum auf 278,721,697.97 (MJ). Angabe 3021 Energieverbrauch innerhalb der Organisation GRI 302 Energie Alle Energieverbräuche außerhalb des Unternehmens werden über die Scope 3-Emissionen unter GRI 305-3 berichtet. Eine separate Ausweisung der Verbräuche ist nicht möglich. Konkret kann hier noch auf die Scope 3.11 (Use of sold Products), verwiesen werden, die sich auf 821.451 t CO2e beläuft. Die Ermittlung der Scope-3-Emissionen folgt dem internatio- nalen Leitfaden nach dem Greenhouse Gas Protocol. Die Quelle der verwendeten Umrechnungsfaktoren sind unter dem Standard GRI 305 Emissionen vermerkt. Die Energieintensität von ARBURG wird unter Berücksich- tigung spezifischer Normierungen gemessen. Alle nach- folgenden Angaben beziehen sich auf den derzeit einzigen Produktionsstandort von ARBURG in Loßburg, Baden-Würt- temberg. Seit dem Jahr 2020 normiert unser Unternehmen die Ener- gie-Kennzahlen für Strom und Gas, um eine bessere Ver- gleichbarkeit und Verständlichkeit der Daten zu gewährleis- ten. Die Normierung stützt sich auf das Basisjahr 2012 und berücksichtigt neben dem Produkt-Output weitere relevante Faktoren: — Elektrischer Strom: Der Verbrauch wird um einen Flächen faktor bereinigt, um den Zuwachs an Produktionsfläche angemessen zu berücksichtigen. — Gasverbrauch Heizung: Hier erfolgt eine Bereinigung um den Flächenfaktor und zusätzlich um einen Faktor für die Gradtagzahl (GTZ), der den Witterungseinfluss neutralisiert. — Gasverbrauch BHKW (Blockheizkraftwerk): Auch hier findet eine Bereinigung um den Flächenfaktor statt. — Gasverbrauch Produktion: Dieser wird ohne weitere Be- reinigung direkt auf den Produkt-Output bezogen. Angabe 3022 Energieverbrauch außerhalb der Organisation Angabe 3023 Energieintensität Energieverbrauch und Eigenerzeugung Im Jahr 2023 bezog ARBURG 20 Mio. kWh elektrische Energie von externen Versorgungsunternehmen. Zusätzlich wurden 6,4 Mio. kWh im firmeneigenen Blockheizkraftwerk und knapp 2,7 Mio. kWh durch unsere Photovoltaik-An- lagen erzeugt. Durch die Integration von Windkraftanlagen in unser Energiekonzept, die ab dem Jahr 2023 in Betrieb genommen wurden, konnten wir weitere 1,3 Mio. kWh an eigenproduzierter Energie generieren. Der Anteil der Eigen- erzeugung lag somit bei 37,5 Prozent. Energieintensität Bezogen auf unsere Produktionsmenge resultiert ein Energie- verbrauch von 811,2 kWh pro Tonne Produkt, was einen Anstieg von 89,5 kWh/to Produkt im Vergleich zum Vorjahr darstellt (normalisierter Wert). Ökostrombezug Auch im Jahr 2023 hat sich ARBURG für den Bezug von Ökostrom entschieden, der ausschließlich aus erneuerbaren Quellen wie Wasserkraft gewonnen wird. Dadurch können wir gewährleisten, dass der bezogene Strom atomstromfrei und CO2-neutral ist. 29ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Im Jahr 2023 hat unser Unternehmen mehrere Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs erfolgreich umgesetzt. Diese Maßnahmen sind Teil unseres kontinuierlichen Bestre- bens, die Energieeffizienz zu steigern (ISO 50001) und unse- ren ökologischen Fußabdruck (ISO 14001) zu verkleinern. Die folgenden Initiativen wurden durchgeführt und führten zu einer signifikanten Einsparung von Energie: 1. Beleuchtung in Halle BA21: Durch die Umstellung auf energieeffizientere Beleuchtungssysteme konnten wir 700.000 kWh einsparen, was einer Reduktion von 2.520 GJ entspricht. 2. Großrechner und Klimaanlage AIS2 abgebaut: Der Abbau des Großrechners und der Klimaanlage AIS2 resultierte in einer Einsparung von 108.624 kWh bzw. 391 GJ. 3. Beleuchtung Konservierungskabine BA21: Eine weitere Verbesserung der Beleuchtung in der Konservierungs- kabine führte zu einer Einsparung von 3.800 kWh, umgerechnet 13,8 GJ. 4. Austausch Beleuchtung durch LED-Leuchten in Halle BA12 EG: Der Austausch von herkömmlichen Leuchten gegen LED-Leuchten im Erdgeschoss von Gebäude BA12 ermöglichte eine Energieeinsparung von 11.915 kWh bzw. 42,9 GJ. 5. Austausch Beleuchtung durch LED-Leuchten in Halle BA10: Ähnliche Maßnahmen in Gebäude BA10 erbrachten eine Einsparung von 10.320 kWh, das entspricht 37,2 GJ. In einer Pressemitteilung vom 15. Februar 2023 präsentierte ARBURG die Einführung des neuen hybriden Allrounders 470 H, eines innovativen Spritzgießmaschinenmodells, das maßgebliche Fortschritte in Bezug auf Energieeffizienz und CO2-Reduktion erzielt hat. Dieses Produkt markiert den Start einer neuen Maschinengeneration und setzt neue Maßstäbe in der Kunststoffverarbeitung. Die wichtigsten Vorteile des Allrounders 470 H im Überblick: — Die Maschine verbraucht bis zu 50 Prozent weniger Energie im Vergleich zu herkömmlichen hydraulischen Maschinen, je nach Anwendungsfall. — Die CO2-Einsparungen können bis zu 12.000 Kilogramm pro Jahr betragen. — Die neuartige Kombination von elektrischer Schließein- heit und hydraulischer Spritzeinheit trägt zur Senkung der Anschaffungs- und Betriebskosten sowie des CO2- Fußabdrucks bei. — Verbesserungen wie das neue Ölmanagement-Konzept und die Förderstromteilung für hydraulische Neben- achsen erhöhen die Produktionseffizienz und reduzieren den Ressourcenbedarf. Die Energieeinsparung in Höhe von 50 Prozent, die durch die Umstellung auf den Allrounder 470 H erreicht wird, entspricht einer signifikanten Senkung des Energiebedarfs unserer hybriden Produkte. Dies stellt einen erheblichen Angabe 3024 Verringerung des Energieverbrauchs Angabe 3025 Senkung des Energiebedarfs für Produkte und Dienstleistungen 6. Trafoabschaltung über Weihnachten: Durch die Abschal- tung von Transformatoren über die Weihnachtsfeiertage konnten wir 4.992 kWh sparen, was 17,97 GJ entspricht. 7. Maschinenabschaltung am Wochenende: Die Abschaltung von Maschinen am Wochenende führte zu einer weiteren Einsparung von 38.665 kWh bzw. 139,2 GJ. Insgesamt konnten durch diese Maßnahmen im Jahr 2023 bedeutende Energieeinsparungen erzielt werden, die unsere Nachhaltigkeitsziele unterstützen und unsere Effizienz stei- gern. Wir sind bestrebt, unsere Energieeinsparinitiativen in Zukunft fortzusetzen. Unser Fokus liegt dabei auf der konti- nuierlichen Verbesserung unserer Energiemanagementsyste- me und der Implementierung innovativer Technologien, um den Energieverbrauch und die damit verbundenen Umwelt- auswirkungen weiter zu reduzieren. Die Energiesparmaßnahmen im Berichtszeitraum konzent- rierten sich vornehmlich auf die Reduktion des Verbrauchs von elektrischem Strom. Wir haben uns auf diese Energieart fokussiert, da sie einen wesentlichen Anteil am Gesamtener- gieverbrauch unserer Organisation ausmacht und somit das größte Potenzial für Effizienzverbesserungen bietet. Die Verringerung des Energieverbrauchs wurde auf Basis einer Vergleichsmessung ermittelt, wobei die Hochrechnung über die Betriebsstunden der jeweiligen Systeme erfolgte. Diese Methodik ermöglicht es uns, die Auswirkungen unserer Ener- giesparmaßnahmen präzise zu erfassen und zu bewerten. Für die Erfassung und Analyse unserer Energieverbrauchs- daten setzen wir spezialisierte Rechenprogramme ein, die eine hohe Genauigkeit der Datenverarbeitung ermöglichen. Diese Rechenprogramme sind darauf ausgerichtet, präzise Energieverbrauchskennzahlen zu generieren. 30ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Fortschritt in unserem Bestreben dar, umweltfreundlichere und effizientere Technologien zu entwickeln und anzubieten. Durch die Implementierung der ARBURG Servohydraulik (ASH) und weiterer innovativer Technologien in der neuen Maschinengeneration konnte eine deutliche Energieeinspa- rung erzielt werden, die nicht nur unseren Kunden, sondern auch der Umwelt zugutekommt. Die konkrete Senkung des Energiebedarfs wurde auf Basis von internen Berechnungen ermittelt. Wir sind überzeugt, dass die neuen Allrounder 470 H einen wichtigen Beitrag zur Energieeffizienz in der Kunststoffverarbeitungsindustrie leisten werden. Bei der Entwicklung neuer Maschinen folgt ARBURG einem strukturierten Produktentwicklungsprozess (PEP), der die Nachhaltigkeit von Beginn an in den Vordergrund stellt. Im Lastenheft für Neuentwicklungen verankern wir klare Vor- gaben bezüglich der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz unserer Produkte. Dies schließt den Energieverbrauch unse- rer Spritzgießmaschinen ein, welcher im Einklang mit den bei der Science Based Targets Initiative (SBTi) validierten Zielen für 2030 festgelegt wird. Die Festlegung der Energie- effizienzziele basiert auf den Kriterien und Empfehlungen der Science Based Targets Initiative, die darauf abzielen, die Treibhausgasemissionen auf ein Niveau zu reduzieren, das mit den Zielen des Pariser Abkommens vereinbar ist. Die SBTi bietet ein klares Rahmenwerk, um sicherzustellen, dass unsere Ziele wissenschaftsbasiert und im Einklang mit den neuesten Erkenntnissen zur Begrenzung des globalen Tem- peraturanstiegs sind. Die Energieeffizienz unserer Spritzgießmaschinen wird durch den Vergleich der Energieverbräuche von Neumaschinen mit etablierten Modellen berechnet und gemessen. Hierbei werden sowohl absolute Energieverbräuche als auch relative Einsparungen berücksichtigt. Die Berechnungen und Mes- sungen erfolgen unter standardisierten Testbedingungen, um eine hohe Vergleichbarkeit der Daten zu gewährleisten. Bei der Festlegung unserer Energieeffizienzziele gehen wir davon aus, dass die kontinuierliche technologische Weiter- entwicklung und die Umsetzung innovativer Lösungen zu einer stetigen Verbesserung der Energiebilanz sowie der Treibhausgasemissionsbilanz unserer Produkte führen werden. Für die Berechnung und Analyse der Energieeffizienz setzen wir spezialisierte Tools ein, die es uns ermöglichen, komplexe Energieverbrauchsberechnungen zu verarbeiten und präzise Kennzahlen zu generieren. Durch die Anwendung dieser Standards und Methoden ist ARBURG in der Lage, den Energiebedarf für unsere Produkte und Dienstleistungen systematisch zu senken und gleich zeitig unseren Kunden innovative und nachhaltige Lösungen zu bieten. 31ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Angabe 3051 Direkte THGEmissionen (Scope 1) GRI 305 Emissionen Zutreffend für Scope 1, Scope 2 und Scope 3: Alle Gase inkludiert gemäß GHG-Protokoll. Biogene CO2-Emissionen wurden nicht betrachtet. Kontext zum Basisjahr 2021: Im Jahr 2022 wurden die Emissionen des Jahres 2021 für die Teilnahme an SBTi berechnet. Die Daten für 2021 wurden im 1 HJ 2024 erneut berechnet, um die Verbesserung der Datenbasis zu berücksichtigen, insbesondere mit Fokus auf Scope 3. Quellen: Scope 1: Defra, Ecoinvent | Scope 2: Ecoinvent, IEA | Scope 3: Ecoinvent, DEFRA, IEA, EPA Basisjahr 2021 Berichtsjahr 2023 Combustion – Vehicles (owned or controlled) - 3.364 t CO2e Combustion - within Com- pany Facilities (owned or controlled) - 6.114 t CO2e Fugitive emissions - 18 t CO2e Process emissions - 8 t CO2e Summe Scope 1 10.268 t CO2e 9.503 t CO2e Basisjahr 2021 Berichtsjahr 2023 Purchased Electricity (market-based) - 1.086 t CO2e Purchased Steam - - Purchased Heating - - Purchased Cooling - - Summe Scope 2 991 t CO2e 1.086 t CO2e Basisjahr 2021 Berichtsjahr 2023 Purchased Electricity (location-based) - 6,797 t CO2e Purchased Steam - - Purchased Heating - - Purchased Cooling - - Summe Scope 2 6,797 t CO2e Angabe 3052 Indirekte energiebedingte THGEmissionen (Scope 2) 32ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Basisjahr 2021 Berichtsjahr 2023 Purchased Goods & Services - 68.853 t CO2e Capital Goods - 3.270 t CO2e Fuel- and Energy-related Activities (not covered in Scope 1&2) - 2.399 t CO2e Upstream Transportation & Distribution - 1.434 t CO2e Waste Generation in Operations - 2.841 t CO2e Business Travel - 3.394 t CO2e Employee Commuting - 4.664 t CO2e Upstream Leased Assets - - Downstream Transportation & Distribution - 7.466 t CO2e Processing of sold Products - - Use of sold Products - 821.457 t CO2e End-of-Life Treatment of sold Products - 4.262 t CO2e Downstream Leased Assets - - Franchises - - Investments - - Summe Scope 3 1.203,978 t CO2e 920.040 t CO2e Angabe 3054 Intensität der Treibhausgasemissionen Im Jahr 2022 wurden die Emissionen des Jahres 2021 für die Teilnahme an SBTi berechnet. Die Daten für 2021 werden im Jahr 2024 erneut berechnet, um die Verbesserung der Datenbasis zu berücksichtigen. Dieses Jahr wurde ausgewählt, da die Daten ab 2021 nicht mehr durch Covid Effekte beeinflusst sind. Die Hauptveränderungen im Rahmen der Rekalkulation, die haupt- sächlich für die Reduktion im Vergleich zur ursprünglichen Bilanz vom CCF 2021 verantwortlich sind, waren in den Kategorien 3.3 (Fuel and energy related activities) und 3.11 (use of sold products). Quelle: Ecoinvent, DEFRA, IEA, EPA. Es wurden Corporate Value Chain Accounting & Reporting Standard (Scope 3) verwendet. Intensity metric Emissions per unit of revenue 1,193 t CO2e / million EUR Emissions per FTE 223 t CO2e / FTE Emissions per floor area 2.5 t CO2e / m² Emissions per sold machine (incl. robots) 206t CO2e / pc Angabe 3053 Sonstige indirekte THGEmissionen (Scope 3) 33ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Angabe 3055 Senkung der Treibhausgasemissionen 2023 konnten durch Eigenerzeugung mittels Blockheiz- kraftwerks (BHKW) 1,36 Mio. kg CO2 vermieden werden. Photovoltaik und Windkraft lieferten einen Beitrag von 1.708.587 kg eingespartem CO2 und Energiesparmaßnahmen trugen 35.541 kg bei. Die Energiesparmaßnahmen werden mit dem CO2-Emissionsfaktor „ARBURG-Mix“ bewertet. Der Sprung nach oben in den Einsparungen beim Fremd- bezug zwischen 2015 und 2016 kam durch den Produkt- wechsel vom nur atomstromfreien Produkt zu atomstrom- freiem + CO2-freiem Ökostrom zustande. Insgesamt konnten 2023 im Strombereich durch einen CO2- freien Strombezug, durch die effiziente Eigenerzeugung, zunehmenden Einsatz von erneuerbaren Energien und durch verschiedene Energie-Einsparmaßnahmen 10.610.782 kg CO2-Emissionen vermieden werden. Zu den Highlights der Maßnahmen des Jahres 2023 zählen: - Installation Photovoltaikanlage auf BA 9 - Direkte Anbindung der Windkraftanlagen an ARBURG - Umstellung auf LED-Beleuchtung in BA 10 und 12 - Verschiedene Optimierungen in vielen Werksbereichen Durch die umfangreichen Maßnahmen im Energiebereich ist es Arburg gelungen, seit 2012 gut 108 Mio. kg CO2-Emis- sionen einzusparen. Bezogen auf das bei der Science Based Targets-Initiative eingereichte Basisjahr ergibt sich nur für Scope 1 und 2 ein valides Bild. Da die Modellanpassung in Scope 3.11 zu einer grundsätzlichen Rekalkulation des Basisjahrs geführt hat. Der CCF für Arburg umfasst neben dem in a. beschriebenen Scope auch sämtliche nationalen und internationalen Nie- derlassungen der ARBURG GmbH + Co KG. Daher werden die entsprechenden Einsparungen der Niederlassungen in Zukunft ebenfalls Gegenstand dieses Berichts sein. 34ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Scope Category 20211 t CO2e 2023 t CO2e Change % (2023 vs. 2021) Potential reasons 1 Combustion – Vehicles (owned or controlled) 2,306 3,364 +46 % Higher consumption of fuels (esp. Diesel consumption) in branches after Covid years Combustion - within Company Facilities (owned or controlled) 7,942 6,114 -23 % Increased amount of renewable energy Fugitive Emissions 10 18 +80 % Punctual increase depending on amount of refilling of air conditioning system Physical and chemical processing 10 8 -26 % Sum Scope 1 10,268 9,503 7 % 2 Purchased Electricity 991 1,086 +10 % Increased consumption of electricity, 3 new locations Purchased Steam - - - Purchased Heating - - - Purchased Cooling - - - Sum Scope 2 991 1,086 +10 % 3 Purchased Goods & Services 157,099 68,853 -56 % In 2021 many resources were bought due to market uncertainty (Covid) Capital Goods 7,619 3,270 -57 % Punctual decrease depending on investments made in a specific year Fuel- and Energy-related Activities (not covered in Sc.1,2) 2,515 2,399 -5 % Upstream Transportation & Distribution 3,893 1,434 -63 % See Scope 3.1 – less materials are bought, therefore emissions of upstream transportation reduce as well Tabelle 5-1 und 5-2 zeigen die Veränderungen der absolu- ten Emissionen gegenüber dem Basisjahr 2021 (Ergebnis der Neuberechnung) und dem aktuellen Jahr 2023, gegliedert nach Bereichen und Kategorien. Bei signifikanten Verände- rungen wird ein Hinweis auf mögliche Gründe gegeben, die aus den von ARBURG zur Verfügung gestellten Daten und / oder Hintergrundinformationen abgeleitet wurden. Außerdem wird angegeben, ob Änderungen in der Metho- dik für die Veränderung verantwortlich sind. up st re am Tabelle 5-1 1 Results of recalculation of the base year 35ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht 3 Waste Generation in Operations 2,653 2,841 +7 % Business Travel 1,346 3,394 +152 % Improved data quality (information on business travel provided by more locations than in the past) Employee Commuting 3,762 4,664 +24 % More FTE, more office days, therefore commuting to the offices increased after Covid Upstream Leased Assets - - - 3 Downstream Transportation & Distribution 15,525 7,466 -52 % Analogue to less machines sold Processing of sold Products - - - Use of sold Products 1.005,254 821,457 -18 % Analogue to less machines sold End-of-Life Treatment of sold Products 4,311 4,262 -1 % Downstream Leased Assets - - - Franchises - - - Investments - - - Sum Scope 3 1,203,978 920,040 24 % Total 1,215,237 930,629 23 % up st re am do w ns tr ea m Figure Value 20212 Value 2023 Unit Change Potential reasons Emissions per unit of revenue 1,653 1,193 t CO2e / million EUR -28 % All four numbers decreased significantly in 2023 compared to the base year due the massive reduction in the total ba- lance while revenue, FTE, m2 and number of sold machines increased slightly. Emissions per FTE 352 223 t CO2e / FTE -37 % Emissions per floor area 4 2.5 t CO2e / m² -35 % Emissions per sold machine (incl. robots) 323 10 8 -26 % Tabelle 5-2 Tabelle 5-2 vergleicht die relativen Emissionen des aktuellen Bilanzjahres mit dem Basisjahr 2021, einschließlich der zugrunde liegenden Emissions- und Referenzwerte. 2 Results of recalculation of the base year 36ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Luftverschmutzung Für uns als produzierendes Unternehmen ist es wichtig, nicht nur die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbei- tenden zu schützen, sondern auch die Umgebung, in der wir unsere Maschinen herstellen. Die Vermeidung von Umweltverschmutzung ist hier essenziell. Bereits beim Bau unserer modernen Produktionsstätten wurde darauf geach- tet, dass Umwelt- und Luftverschmutzung vermieden wird und wir Emission durch Luftschadstoffe sowie Lärm und Geruch gänzlich vermeiden. Wir haben hier umfangreiche Maßnahmen ergriffen und den Einsatz umweltfreundlicher Technologien in unseren Betriebsabläufen gefördert. Dazu gehören Investitionen in moderne Filter- und Reinigungssys- teme sowie der Übergang zu erneuerbaren Energiequellen. Dort, wo wir Emissionen nicht vermeiden können, führen wir regelmäßige Emissionsmessungen durch, um die Quali- tät der Umgebungsluft zu sichern. Unser Einsatz für saubere Luft schützt nicht nur die Umwelt, sondern steigert auch die Lebensqualität der Gemeinschaften, in denen wir aktiv sind. Wir sind fest entschlossen, weiterhin innovative Lösungen zu entwickeln und umzusetzen, um einen nachhaltigen und positiven Einfluss auf unsere Umwelt zu haben. Umweltauswirkungen durch Produktnutzung Die Umweltauswirkungen unserer Maschinen während ihres gesamten Lebenszyklus sind eine wichtige Perspektive unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Wir sind bestrebt, die öko- logischen Fußabdrücke unserer Produkte zu minimieren, in- dem wir auf energieeffiziente Designs setzen. Während der Nutzung unserer Maschinen durch unsere Kunden legen wir großen Wert darauf, Emissionen und den Energieverbrauch zu reduzieren. Dies erreichen wir durch innovative Technolo- gien, die den Ressourcenverbrauch optimieren und gleichzei- tig die Leistung maximieren. Zudem unterstützen wir unsere Kunden durch Schulungen und umfassende Anleitungen dabei, unsere Maschinen möglichst umweltfreundlich zu betreiben. Unsere kontinuierlichen Forschungs- und Ent- wicklungsanstrengungen zielen darauf ab, die Umweltaus- wirkungen weiter zu verringern und somit einen positiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Durch diese Maß- nahmen stellen wir sicher, dass unsere Maschinen nicht nur in der Produktion, sondern auch im Betrieb nachhaltig und umweltschonend sind. 37ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Zirkularität Im Rahmen des Managements wesentlicher Themen, ins- besondere in den Bereichen Umwelt, Zirkularität und Abfall, befindet sich ARBURG in einem kontinuierlichen Prozess der Auseinandersetzung mit den vielfältigen Herausforderungen und Chancen. Die Komplexität des globalen Materialkreis- laufs, insbesondere bei Kunststoffen, stellt vor allem Kunden des Unternehmens vor das Problem der schwierigen Rück- führbarkeit dieser Materialien. Dies spiegelt eine noch nicht ausreichend etablierte Infrastruktur für geschlossene Recyc- lingkreisläufe wider, welche eine essenzielle Voraussetzung für die effektive Nutzung von Rezyklaten darstellt. Ein gesteigertes Umweltbewusstsein in der Bevölkerung, ge- trieben durch die Präsenz und Wirkmacht sozialer Medien, konfrontiert ARBURG und die gesamte Branche mit einem Druck zur Verbesserung des Abfallmanagements. Dieses Be- wusstsein mag zwar auf das Problem aufmerksam machen, aber es verlangt auch nach konkreten Lösungen und nach- weisbaren Fortschritten. ARBURGs Engagement in Initiativen wie z. B. R-Cycle sind ein Zeichen für das Bestreben, nachhaltige Praktiken in der gesamten Wertschöpfungskette zu fördern. Die Entwicklung von Software- und Hardwarelösungen, die den Einsatz von Rezyklaten und Bio-Kunststoffen erleichtern, zeigt, dass ARBURG aktiv an der Entwicklung von Lösungen für die Herausforderungen des Recyclings arbeitet. Angabe 33 Management von wesentlichen Themen Die Planung zur Wiederverwendung von einzelnen Baugrup- pen der Maschinen in der Zukunft zeigt eine klare Richtung hin zu einem geschlosseneren Kreislaufsystem innerhalb der eigenen Produktionsprozesse. Dies, zusammen mit der Ver- folgung einer hohen Recyclingquote von internen Abfällen, zeugt von einer fortschreitenden Integration von Nachhaltig- keitsprinzipien in den Kerngeschäftsstrategien. ARBURG nimmt seine Verantwortung im Bereich des Abfall- managements ernst und ist bestrebt, negative Auswirkungen durch eigene Aktivitäten oder als Ergebnis seiner Geschäfts- beziehungen zu minimieren. In der Tat berichtet ARBURG derzeit über keine direkten negativen Auswirkungen, die durch Dritte verursacht werden. Es ist jedoch anzuerkennen, dass der Zukauf großer Mengen an Rohstahl, der für die Herstellung von Maschinenkomponenten verwendet wird, aufgrund der energieintensiven Produktion des Stahls indi- rekte negative Umweltauswirkungen hat. Dies stellt eine He- rausforderung in der vorgelagerten Lieferkette dar und wirkt sich auf die Ressourceneffizienz und die CO2-Bilanz aus. Weiterhin wird die Problematik der Rückverfolgbarkeit von Kunststoffen im globalen Materialkreislauf als ein Bereich identifiziert, an dem ARBURG indirekt beteiligt ist, da die Kunststoffprodukte, die mit ARBURG-Maschinen herge- stellt werden, nicht immer effektiv in den Recyclingkreislauf zurückgeführt werden können. Dies liegt unter anderem an den noch nicht ausreichend etablierten Recyclinginfrastruk- turen auf nationaler und internationaler Ebene. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, prüft ARBURG in Zukunft die Etablierung von internationalen Rücknahme- systemen, um das Recycling der verkauften Maschinen und die Kontrolle über die anfallenden Abfälle am Ende des Lebenszyklus zu optimieren. Im AMA-Handbuch ist der schonende Umgang mit Ressour- cen als auch unser verantwortungsvoller Umgang mit Abfall für alle Mitarbeitenden beschrieben. ARBURG hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Umweltauswirkungen zu minimieren und die Kreislauf- wirtschaft zu unterstützen. Kunden haben die Möglichkeit, ausgediente ARBURG Spritzgießmaschinen an das Unter- nehmen zurückzugeben, was eine verantwortungsvolle Wiederverwertung oder das Recycling der Komponenten ermöglicht. Im Bereich der internen Abfallreduzierung optimiert ARBURG die Materialnutzung in seiner Produktion, unter anderem durch den Einsatz von Schmiedeteilen anstelle von Vollmate- rial und eine hochgradig automatisierte Blechfertigung, um den Materialverschnitt zu reduzieren. Konstruktive Maßnah- men wie die Verwendung von Finite-Elemente-Methoden (FEM) verbessern die Materialausnutzung und identifizieren Schwachstellen, was die Haltbarkeit der Bauteile erhöht und Abfall vermeidet. Durch die Verwendung von bionisch optimierten Gussteilen und einer nachhaltigen Pulverbeschichtung, die lösungsmittel- und emissionsfrei ist und die Rückgewinnung des Oversprays 38ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht ermöglicht, verlängert ARBURG die Lebensdauer seiner Pro- dukte und trägt zur Ressourcenschonung bei. Kunden profi- tieren von langlebigen und qualitativ hochwertigen Produk- ten, während ARBURG seine Umweltbilanz durch effiziente und umweltfreundliche Produktionsverfahren verbessert. 2023 fielen bei ARBURG insgesamt 5.906 to Abfälle (- 613 to gegenüber Vorjahr) an. In Bezug zur produzierten Menge an Spritzgießmaschinen erhöhten sich die Gesamtabfälle um 29,6 kg auf 249,4 kg / t Produkt. Die gefährlichen Abfälle erhöhten sich um 158 t auf 845 t im Jahr 2023, pro t Produkt um 12,5 kg auf 35,7 kg. Für diesen Anstieg größtenteils verantwortlich ist der Mehranfall von Altemulsion, die sich um ca. 200 t gegenüber dem Vorjahr erhöht hat. Ursache waren Anlauf- schwierigkeiten bei der Inbetriebnahme einer neuen Vorbe- handlungsanlage für Maschinenständer in der Beschichtung. Die ABC-Analyse der gefährlichen Abfälle ergibt, dass ca. 91 Prozent der Menge an gefährlichen Abfällen auf die drei Abfallarten Altemulsion (Anteil 83 Prozent), Schleifschlamm und ölhaltige Betriebsmittel entfallen. General Produktionsstandort Loßburg (Deutschland) Produktionsstandort Loßburg (Deutschland) Produktionsstandort Loßburg (Deutschland) Produktionsstandort Loßburg (Deutschland) Anzahl der Mitarbeitenden FTE 3000 2900 2650 Berichtsjahr 2023 2022 2021 2020 Standort mit Technologien zur Abfallbehandlung und / oder sauberen Entsorgung 100 % 100 % 100 % 100 % Standort mit Kennzeichnung von, zur Lagerung von, zum Umgang mit und zum Transport von Gefahrgütern 100 % 100 % 100 % 100 % Standort mit implementiertem Recyclingprogramm 100 % 100 % 100 % 100 % 39ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Angabe 3011 Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen GRI 301 Materialien Die präzise Unterteilung des Gesamtgewichts unserer Ma- terialien in nicht-erneuerbare und erneuerbare Kategorien ist aufgrund der aktuellen Datenerhebungsverfahren nicht möglich. Dies liegt an Herausforderungen wie der begrenz- ten Verfügbarkeit von detaillierten Informationen, der Zu- verlässigkeit von Datenquellen und der Komplexität in der Kategorisierung der Materialien. Wir sind uns der Bedeutung dieser Daten bewusst und werden Maßnahmen ergreifen, um die Datenerfassungspro- zesse zu untersuchen und zu verbessern. Unser Ziel ist es, die notwendigen Informationen zu sammeln und zu verifi- zieren, um eine verlässliche und vertretbare Datengrundlage zu schaffen. Aktionsplan und Zeitrahmen: Wir arbeiten derzeit an der Entwicklung eines internen Aktionsplans, der Folgendes um- fasst: — Überprüfung und Verbesserung interner Prozesse zur Datenerfassung. — Intensivierung der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten zur Gewinnung genauerer Daten. — Bewertung der Einführung neuer Technologien für ein effektives Datenmanagement. Wir erwarten, zukünftig Fortschritte bei der Erfassung dieser Daten zu machen, und planen, den Zwischenstand in unseren folgenden Nachhaltigkeitsberichten zu präsentieren. Auf der Grundlage des CCF 2023 ergeben sich folgende Ein- kaufsmaterialien: Rohmaterialien 2.149.308,00 kg Hilfs- und Betriebsstoffe Gesamt 630.557,00 kg Sonstige (Elektrische Motoren, fluidtechnische Elemente & sonstige metallbezogene Güter, Dichtungselemente, Werkzeuge) 17.325.362,22 kg Summe 20,105,227.22 kg Eingekaufte Materialien/ Rohstoffe in kg 2.149.308,00 kg 630.557,00 kg 17.325.362,22 kg Sonstige (Elektrische Motoren, fluidtechnische Elemente & sonstige metallbezogene Güter, Dichtungselemente, Werkzeuge) Hilfs- und Betriebsstoffe Gesamt Rohmaterialien 40ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Angabe 3012 Eingesetzte recycelte Ausgangsstoffe Angabe 3013 Wiederverwertete Produkte und ihre Verpackungs materialien ARBURG engagiert sich für den Schutz natürlicher Ressourcen durch den Einsatz von recycelten Ausgangsstoffen. Durch diese Praxis wird nicht nur die Umwelt weniger belastet, sondern auch die Kreislaufwirtschaft in unserer Branche un- terstützt. Beispielsweise besteht der von ARBURG bezogene Stahl und Guss, der einen beträchtlichen Anteil der von uns eingekauften Mengen ausmacht, zu einem entsprechenden Anteil aus recycelten Materialien. Der genaue Prozentsatz an recycelten Materialien, die in die Herstellung unserer Schlüs- selprodukte einfließen, lässt sich momentan nicht exakt be- stimmen. Wie bereits im vorigen Abschnitt erwähnt, stehen wir vor Herausforderungen in der Datenerhebung, die es erschweren, eine präzise Berechnung und Zuweisung des Anteils an recycelten Stoffen in unseren Herstellungsprozessen vorzunehmen. Wir setzen uns für die Verwendung von wiederverwerteten Materialien ein, wo immer dies technisch möglich und wirt- schaftlich sinnvoll ist. 1. Für unsere Neumaschinen werden naturgemäß überwie- gend neue Materialien verwendet, da diese den hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards unserer Kunden und der Branche entsprechen müssen. Daher ist der Anteil an wiederverwerteten Produkten in dieser Kategorie gering. 2. Im Bereich des Ersatzteilgeschäfts setzen wir „refur- bished“ Produkte ein, sofern dies der Kunde wünscht. Hierbei handelt es sich um aufgearbeitete Teile, beispiels- weise Antriebe, die den Kunden als alternative, nachhal- tige Lösung angeboten werden. Der Prozentsatz dieser wiederverwerteten Produkte variiert je nach Verfügbar- keit und Kundennachfrage. 3. Auf unserer verlängerten externen Werkbank und aus- gewählten Lieferanten haben wir Pendelverpackungen implementiert, um die Verwendung von Verpackungs- materialien zu optimieren und deren Wiederverwertung zu fördern. Dies trägt dazu bei, den Verbrauch von Res- sourcen zu reduzieren und Abfall zu vermeiden. Zum aktuellen Zeitpunkt können wir keinen gesamthaften Prozentsatz für die Wiederverwertung von Produkten und Verpackungsmaterialien über alle Produktkategorien hinweg angeben. Unser Anliegen ist es, den Einsatz von wiederver- werteten Materialien zu erhöhen, wo es praktikabel ist, und die Informationen darüber in unseren kommenden Berichten zu verbessern. 41ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Angabe 3061 Anfallender Abfall und erhebliche abfallbezogene Auswirkungen GRI 306 Abfall ARBURG ist ein produzierendes Unternehmen, dessen Ak- tivitäten Auswirkungen auf die Abfallwirtschaft haben. Die Hauptarten der anfallenden Abfallstoffe sind, mengenmäßig betrachtet, Eisenspäne und Stahlblech, Emulsionen sowie Altschrott aufgrund der Investition in neue Produktionsan- lagen. Eisenspäne, Stahlblech und Emulsionen entstehen durch verschiedene Unternehmensaktivitäten wie die Ver- arbeitung und Beschaffung von Materialien sowie die Her- stellung von Produkten. Die Entwicklung von Produkten, Dienstleistungen und Ver- triebsaktivitäten führt zu geringen Abfallmengen. Ein Großteil des entstandenen Abfalls wird bereits durch Recyclingprozesse wiederverwertet, was bedeutet, dass Materialien wieder in den Produktionszyklus zurückfließen. Der verbleibende Rest wird entsprechend durch verschiede- ne Entsorgungsmethoden behandelt, darunter thermische Verwertung mit Nutzung der erzeugten Energie, sowie in geringen Mengen bei gefährlichen Abfällen die thermische Beseitigung. Als ganz seltene Entsorgungsmethode wird die Deponierung von Abfällen angewendet, diese Mengen sind allerdings so gering, dass sie nicht jährlich auftreten. Eine wiederum häufig angewendete Entsorgungsmethode ist die physikalisch-chemische Behandlung, wie beispielsweise bei Emulsionen, um diese einem weiteren Abfallverwertungsver- fahren zuzuführen. Eine aktuelle Herausforderung besteht darin, dass die ver- kauften Produkte individuell auf Kundenbedürfnisse ab- gestimmt und derzeit nicht nach einem modularen System konstruiert sind. Dies hat wiederum Einfluss auf die Wieder- aufbereitung von Altmaschinen und deren Komponenten. Die etablierten Verwertungsströme für Altschrottanlagen führen zu einer niedrigen Rücknahmequote von Gebraucht- maschinen. Gefährliche Abfälle entstehen durch bestimmte Prozesse, wie der Einsatz von Hilfsstoffen, z. B. Kühlschmierstoffe, für die mechanische Bearbeitung von Abfallstoffen von Maschi- nenkomponenten. Einen weiteren Ursprung gefährlicher Ab- fälle stellt die Oberflächenbehandlung von Metallteilen dar. ARBURG hat umfassende Regelungen und Anweisungen implementiert, um sicherzustellen, dass der Umgang mit diesen gefährlichen Abfällen ordnungsgemäß erfolgt. ARBURG ist sich bewusst, dass entlang der gesamten Wert- schöpfungskette Abfälle entstehen. Wichtig sind sowohl Abfälle, die bei unseren Kunden anfallen, als auch Abfälle, die in unserem eigenen Unternehmen entstehen. Die Handhabung und Entsorgung von Abfällen zählt zu den wesentlichen Umweltaspekten bei ARBURG und wird ge- mäß der Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) geregelt. Das übergeordnete Ziel besteht darin, Abfälle grundsätzlich zu vermeiden. Wo dies nicht möglich ist, streben wir eine Recyclinglösung an. Eine optimale Trennung der Abfälle ist dabei eine Voraussetzung für das Recycling, um sicherzustel- len, dass sie in höchstmöglicher Qualität in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden können. Diverse Aktionen innerhalb des Unternehmens: — Interne Sortierung und Entsorgung von Abfällen nach Abfallströmen — Maßnahmen oder Schulungen zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden für Abfallreduzierung und -sortierung — Verwendung konturnahen Rohmaterials z. B. Schmiedeteile anstatt Vollmaterial — Minimierung von Blechverschnitt durch software- gestützte Schachteloptimierung Angabe 3062 Management erheblicher abfallbezogener Auswirkungen 42ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht — Teile in ARBURG Standardfarben werden vornehmlich pulverbeschichtet. Nur Sonderfarben und bestimmte Bauteile erhalten eine Lackierung mit teilweise lösemit- telhaltigen Lacken — Gewünschte Oberflächeneigenschaften von Bauteilen (Härten) werden in Plasmanitrieranlagen, d. h. ohne den Einsatz von Ölquenschen, erzielt — Erhebung von Abfallströmen — Recyclingquote extern 74 Prozent Diverse Aktionen in Bezug auf Zirkularisierung: — R-Cycle: Schließen von Kunststoffkreisläufen durch GS1-Standardisierung — Förderung Recyclingfähigkeit Grundsätzlich werden bei ARBURG alle Abfälle direkt an Entsorgungsunternehmen weitergegeben und fallen somit unter die Beauftragung Dritter. ARBURG prüft durch externe Audits bei den Entsorgungsunternehmen die Prozesse und Verfahren, wie die Abfälle weiterverarbeitet werden. Ein Beispiel hierfür stellt das Entsorgungsunternehmen Aurora dar, welches industrielle Produktionsabfälle aufbereitet. Bei Aurora werden im Speziellen sortenreine Kunststoffabfälle von ARBURG zu Post Industrial Kunststoff-Rezyklaten wie- deraufbereitet. Ein weiterer Abfallentsorger für ARBURG ist beispielsweise das Unternehmen Remondis, welches für die Entwicklung innovativer Recyclingprodukte wirbt. Die Daten stammen direkt aus Messungen durch die beauftragten Abfallentsorger, die Nachweisbelege bezüglich des Gewichts werden in der Regel durch Wiegebelege und bei den gefährlichen Abfällen durch Begleit- und Übernahmescheine festgehalten. Eine weitere Belegart stellt die Abrechnung der beauftragten Abfallentsorger dar. Eine Modellierung der Daten erfolgt nicht. Angabe 3063 Angefallener Abfall Angabe 3064 Von Entsorgung umgeleiteter Abfall Angefallener Abfall Von Entsorgung umgeleiteter Abfall Zur Entsorgung weitergeleiteter Abfall Gefährliche Abfälle 845.253 t 828.846 t 16.407 t Ungefährliche Abfälle 5.061 t 4.361 t 699.898 t Gesamt 5.906 t 5.190 t 716.305 t Kategorien Von Entsorgung umgeleiteter Abfall gefährlicher Abfall Aufbereitung zur Wiederverwendung 0,00 t Recycling 59,94 t Thermische Rückgewinnung 34,73 t Sonstige Verfahren zur Rückgewinnung (physikalisch-chemische Aufbereitungen) 734,18 t ungefährlicher Abfall Aufbereitung zur Wiederverwendung 0,00 t Recycling 4.331,56 t Sonstige Verfahren zur Rückgewinnung 29,39 t Gesamtgewicht 5.189,80 t 43ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Angabe 3065 Zur Entsorgung weitergeleiteter Abfall Kategorien Außerhalb des Standorts Am Standort gefährlicher Abfall Verbrennung (mit Energierückgewinnung) 0 t 0 t Verbrennung (ohne Energierückgewinnung) 9 t 0 t Deponie 7 t 0 t Sonstige Entsorgungsverfahren - 0 t ungefährlicher Abfall Verbrennung (mit Energierückgewinnung) 610 t 0 t Verbrennung (ohne Energierückgewinnung) 0 t 0 t Deponierung 0 t 0 t Sonstige Entsorgungsverfahren (mit Energie- rückgewinnung, Biogasanlage) 90 t 0 t Gesamtsumme 716,31 t 0 t Die Informationen wurden anhand von Abrechnungsbelegen der Entsorgungsunternehmen und der für die jeweilige Abfallart üblichen Entsorgungsverfahren zusammengestellt. 44ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Arbeitssicherheit Die negativen und positiven Auswirkungen von ARBURG auf Wirtschaft, Umwelt und Menschen, einschließlich der Auswirkungen auf Menschenrechte, können wie folgt be- schrieben werden: Negative Auswirkungen: — Arbeitsunfälle: Die Tätigkeit im Maschinenbau ist mit einem erhöhten Risiko für Arbeitsunfälle verbunden, insbesondere aufgrund der körperlichen Belastungen und des Umgangs mit schweren Maschinen. — Langzeiterkrankungen: Die anspruchsvollen Tätigkeiten im Maschinenbau können auch zu Langzeiterkrankungen führen, die die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden beeinträchtigen. Positive Auswirkungen: — Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit: ARBURG hat um- fangreiche Maßnahmen implementiert, um die Sicher- heit am Arbeitsplatz zu gewährleisten. Dazu gehören regelmäßige Schulungen im Bereich Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit. — Förderung der Mitarbeitendengesundheit: Das Unter- nehmen bietet präventive Sportangebote an, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden zu fördern. Darüber hinaus verfügt ARBURG über ein für Mitarbeitende kostenlos zugängliches Fitnessstudio. — Persönliche Schutzausrüstung: Die Bereitstellung von persönlicher Schutzausrüstung hilft, die Mitarbeitenden vor Verletzungen zu schützen. — Schutz vor Gefahrstoffen: Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeitenden vor Exposition mit Gefahrstoffen tragen zur Vermeidung von gesundheitlichen Risiken bei. Insgesamt zeigt sich, dass ARBURG durch die Umsetzung dieser Maßnahmen aktiv daran arbeitet, sowohl negative Auswirkungen zu minimieren als auch positive Auswir- kungen zu fördern und somit ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen. Im Rahmen des Managements wesentlicher Themen im sozialen Bereich berichtet ARBURG transparent über seine Involvierung in potenzielle negative Auswirkungen, die sich aus den eigenen Aktivitäten oder als Ergebnis von Geschäfts- beziehungen ergeben könnten. ARBURG ist sich bewusst, dass seine Geschäftstätigkeiten und die Beziehungen zu Lieferanten direkte und indirekte Auswirkungen auf die soziale Nachhaltigkeit haben können. Um diesen Verantwortungsbereichen gerecht zu werden, evaluiert ARBURG systematisch seine Lieferanten im Sinne des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG), das eine umfassende Prüfung unter anderem hinsichtlich Nachhal- tigkeitsaspekten erfordert. Diese Evaluation schließt eine Betrachtung der sozialen Praktiken und Standards der Liefe- ranten ein und stellt sicher, dass diese mit den Werten und Anforderungen von ARBURG übereinstimmen. Darüber hinaus legt ARBURG großen Wert auf hohe Maschi- nensicherheitsstandards bei seinen Produkten, um sowohl die Sicherheit der Endnutzer als auch die der in der Herstel- lung involvierten Arbeitnehmer zu gewährleisten. Durch die Einhaltung dieser hohen Standards trägt ARBURG zu einer Reduzierung potenzieller negativer Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit von Arbeitnehmern bei. Die genannten Maßnahmen reflektieren ARBURGs Engage- ment für soziale Nachhaltigkeit und das Bestreben, positive soziale Auswirkungen innerhalb seiner Geschäftsbeziehun- gen zu fördern, während gleichzeitig potenzielle negative Auswirkungen vermindert oder vermieden werden ARBURG verpflichtet sich in seinen Geschäftsaktivitäten zur Einhaltung hoher ethischer Standards und legt besonderen Wert auf die soziale Verantwortung gegenüber seinen Mit- arbeitenden und Geschäftspartnern. Die Richtlinien und Ver- pflichtungen des Unternehmens in Bezug auf wesentliche soziale Themen sind im Verhaltenskodex von ARBURG fest- gehalten, der als maßgebliche Richtschnur für das Handeln des Unternehmens und seiner Mitarbeitenden dient. Der Verhaltenskodex von ARBURG umfasst wichtige Bereiche wie Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Chancengleichheit und Gleichbehandlung sowie die Gesundheit und Sicher- heit der Mitarbeitenden. Die Inhalte des Kodex basieren auf den OECD-Leitsätzen und unterstützen die weltweit gelten- den Vorschriften zum Schutz der Menschenrechte, womit ARBURG seine internationale Verpflichtung zur Förderung und Respektierung von Menschenrechten unterstreicht. Angabe 33 Management von wesentlichen Themen 45ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Zu den spezifischen Verpflichtungen, die ARBURG eingeht, gehören: — Schutz und Einhaltung der Menschenrechte: ARBURG setzt sich für die Wahrung der Menschenrechte ein und integriert diesen Grundsatz in alle Geschäftsprozesse und Entscheidungen. — Gewährleistung der Arbeitnehmerrechte: Das Unter- nehmen respektiert die Arbeitnehmerrechte gemäß den jeweiligen Arbeits- und Tarifrechten und fördert eine faire und gerechte Behandlung aller Mitarbeitenden. — Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit: ARBURG lehnt Zwangsarbeit und Kinderarbeit strikt ab und überwacht seine Lieferkette, um diese Praktiken auszuschließen. — Chancengleichheit: Bei der Auswahl und Entwicklung von Mitarbeitenden wendet ARBURG Prinzipien der Chancengleichheit an und stellt sicher, dass alle Individuen gleichbehandelt werden. — Verbot unerlaubter Beeinflussung: Das Unternehmen verbietet jegliche Form der unerlaubten Beeinflussung, Korruption oder Annahme von Leistungen für Gefällig- keiten. Diese Richtlinien und Verpflichtungen spiegeln das Bestreben von ARBURG wider, eine Kultur der Integrität und des Respekts zu fördern, und sind integraler Bestand- teil der Unternehmensphilosophie und -praxis. Durch den Verhaltenskodex wird das Engagement von ARBURG für ein verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln konkre- tisiert und gegenüber allen Mitarbeitenden, Kunden und Geschäftspartnern kommuniziert. ARBURG setzt auf ein umfassendes betriebliches Gesund- heitsmanagement, das von einem engagierten Team be- treut wird. Ein zentrales Element dieser Bemühungen ist das ARBURG Gesundheitscenter (AGC), eine spezialisierte Trainingseinrichtung, die von erfahrenen Sporttherapeuten betreut wird. Hier haben Mitarbeitende Zugang zu maß- geschneiderten Trainingsprogrammen, die ihre körperliche Fitness und ihr allgemeines Wohlbefinden fördern. Ergänzend dazu bietet die betriebliche Sozialberatung Unter- stützung in persönlichen und beruflichen Anliegen, während das betriebliche Eingliederungsmanagement sicherstellt, dass Mitarbeitende nach längerer Abwesenheit wieder reibungs- los in den Arbeitsprozess integriert werden. Die Förderung des Teamgeists und der physischen Aktivität wird durch Events wie das ARBURG Fußballturnier und die ARBURG Laufmeisterschaften gestärkt. Darüber hinaus ermutigt die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ die Mitarbeitenden zu einem aktiveren Lebensstil und trägt gleichzeitig zur Reduk- tion des CO2-Ausstoßes bei. Auch die Prävention spielt eine wichtige Rolle bei ARBURG. So werden kostenlose Grippeschutzimpfungen angeboten und Kurse zur gesunden Ernährung sowie zur Raucherent- wöhnung durchgeführt. Speziell für Auszubildende gibt es Präventionstage, die von Anfang an ein Bewusstsein für Gesundheit und Sicherheit schaffen. Regelmäßige Gesund- heitschecks für Führungskräfte runden das Angebot ab und unterstreichen ARBURGs Engagement für die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Mitarbeitenden. Um potenzielle negative Auswirkungen wie Unfälle und Ver- letzungen zu verhindern oder abzuschwächen, hat ARBURG eine Reihe umfassender Maßnahmen implementiert. Regel- mäßige Schulungen bezüglich Gesundheit und Sicherheit stellen sicher, dass alle Mitarbeitenden kontinuierlich über die neuesten Standards und Praktiken informiert sind. Darüber hinaus wird allen betroffenen Mitarbeitenden Schutzausrüstung zur Verfügung gestellt, um Verletzungen durch den direkten Kontakt mit Maschinen oder gefährlichen Materialien zu vermeiden. Eine detaillierte Risikobewertung für Gesundheit und Sicherheit ermöglicht es, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegen- maßnahmen zu ergreifen. Regelmäßige Inspektionen und Audits gewährleisten die Sicherheit der Ausrüstung und Be- triebsstätten. Alle relevanten Mitarbeitenden werden intensiv über Ge- sundheits- und Sicherheitsrisiken sowie gute Arbeitsver- fahren geschult, um ein sicheres Arbeitsumfeld zu fördern. Aktive Präventionsmaßnahmen gegen Stress, wie z. B. im AGC angebotene Yogakurse, tragen zur allgemeinen Ge- sundheit und zum Wohlbefinden der Mitarbeitenden bei. Entsprechende Gremien für Arbeitssicherheit oder Gesund- heit, fördern den kontinuierlichen Dialog und die Verbesse- rung der Sicherheitsstandards bei ARBURG. Spezifische Vorgaben für den Umgang mit Chemikalien oder Gefahrstoffen stellen sicher, dass Risiken in diesem sensiblen Bereich minimiert werden. Diese umfassenden und systema- tischen Maßnahmen unterstreichen ARBURGs Engagement für die Sicherheit und das Wohlbefinden aller Mitarbeiten- den und tragen wesentlich dazu bei, die negativen Auswir- kungen des Maschinenbaus zu reduzieren. In einem eigens für die Mitarbeitenden erstellten Handbuch finden diese die wichtigsten Informationen zu Verhaltens- regeln und zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. 46ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Über die vergangen 3 Jahre (2022, 2021, 2020) wurden folgende KPIs kommuniziert: — 100 Prozent Standort mit durchgeführter H&S-Risiko- bewertung — 100 Prozent-Anteil der Belegschaft, die im Arbeitsschutz- ausschuss vertreten ist — 100 Prozent-Anteil der Mitarbeitenden, für die Schutz- kleidung zur Verfügung gestellt wurde — 100 Prozent Standort mit Stress- und Lärmvermeidungs- maßnahmen Die Einbindung von Interessengruppen hat bei ARBURG einen direkten Einfluss auf die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen sowie auf die Beurteilung ihrer Wirksam- keit gehabt. Das Unternehmen betrachtet die Zusammen- arbeit mit lokalen Gemeinden, Behörden und anderen relevanten Stakeholdern als wesentlichen Bestandteil seiner Nachhaltigkeitsstrategie. Im Jahr 2023 wurden diese Be- ziehungen gezielt genutzt, um die Sicherheitsmaßnahmen am Standort zu stärken und auf externe Rückmeldungen zu reagieren. Einbindung durch FeuerwehrÜbungen Im Bereich der Notfallvorsorge und des Krisenmanagements führte die Betriebsfeuerwehr von ARBURG 25 Übungen durch, die in enger Abstimmung mit der Freiwilligen Feuer- wehr Loßburg stattfanden. Diese gemeinsamen Übungen und die regelmäßige Koordination mit der Gemeinde Loß- burg dienten dazu, das Bewusstsein und die Reaktionsfä- higkeit im Notfall zu verbessern und gleichzeitig die Be- ziehungen zur lokalen Gemeinschaft zu stärken. Themen wie Messungen, Belüftungstechniken und der Einsatz spezi- fischer Löschgeräte wurden adressiert, um die Sicherheit im Betrieb weiter zu erhöhen und die Wirksamkeit der Notfall- pläne zu gewährleisten. Reaktion auf externe Beschwerden Die Reaktionsfähigkeit auf externe Anliegen zeigte sich ins- besondere bei einer Lärmbeschwerde, die durch das Land- ratsamt Freudenstadt an ARBURG herangetragen wurde. Die prompte Identifizierung der Lärmquelle und die darauf folgende Anpassung der Lieferzeiten für Stickstoffanliefe- rungen demonstrieren ARBURGs Bemühungen, umgehend auf die Bedenken der Anwohner zu reagieren und die Aus- wirkungen seiner Betriebsabläufe auf die Nachbarschaft zu minimieren. Diese Vorfälle und die darauf folgenden Maßnahmen verdeutlichen, wie die Einbindung von Stakeholdern bei ARBURG dazu beiträgt, die betrieblichen Abläufe zu ver- bessern und die Verpflichtungen gegenüber der Umwelt und der Gemeinschaft zu erfüllen. Durch den offenen Dialog und die Zusammenarbeit mit externen Partnern kann ARBURG die Effektivität seiner Sicherheits- und Umweltmaß- nahmen kontinuierlich steigern und gleichzeitig das Vertrau- en in seine betrieblichen Praktiken stärken. Die gewonnenen Erkenntnisse aus diesen Interaktionen fließen zurück in die Unternehmensstrategien und tragen zur Entwicklung von Verfahren bei, die sowohl die Sicherheit als auch die Nach- haltigkeit bei ARBURG weiter vorantreiben. Gesundheit und Sicherheit 2023 2022 2021 2020 %-Anteil der Standorte mit Risikobewertung für die Gesundheit von Beschäftigten 100 % 100 % 100 % 100 % %-Anteil der Belegschaft, die im Arbeitsschutzausschuss vertreten ist 100 % 100 % 100 % 100 % %-Anteil der Mitarbeitenden, für die Schutzkleidung zur Verfügung gestellt wurde 100 % 100 % 100 % 100 % Anzahl der Ausfalltage aufgrund von arbeitsbedingten Verletzungen, Todesfällen und Krankheiten - - - Anzahl der Arbeitsunfälle - - - Standort mit Stress- und Lärmvermeidungsmaßnahmen 100 % 100 % 100 % 100 % %-Anteil der Mitarbeitenden, die zur H&S-Belangen geschult wurden 100 % - - - 47ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Angabe 4031 Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz ARBURG verfügt über ein Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit. Persönliche und fachliche Anforderungen ergeben sich insbesondere aus Arbeitssicherheitsgesetz, Sozialgesetzbuch und berufsgenossenschaftlichen Vor- schriften. Für die Realisierung stehen sowohl die Fachkräfte für Arbeitssicherheit in Verantwortung als auch die rund 70 Sicherheitsbeauftragten. ARBURG hält sich an geltende Bestimmungen in Bezug auf Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit und forciert diese in allen Betriebsabläufen. Liste der Anforderungen: — Arbeitsschutzgesetz – ArbSchG — Betriebssicherheitsverordnung – BetrSichV — Arbeitssicherheitsgesetz (AsiG) Das System wurde in Anlehnung an die Norm ISO 45001 entwickelt. Im Jahr 2022 wurde ein Voraudit nach ISO 45001 durchgeführt und derzeit ist die Einführung dieses Managementsystems für das Jahr 2025 geplant. Das aktuelle Managementsystem gilt für alle Mitarbeiten- den. Die Arbeitsplätze der ARBURG Mitarbeitenden und die damit verbundenen Aktivitäten, werden durch die gesetz- lich geforderten Gefährdungsbeurteilungen und die daraus Wesentliche Aufgaben der Fachkräfte für Arbeitssicher heit sind regelmäßige Arbeitsschutzbegehungen mit der zuständigen Führungskraft (Arbeitsplatzgestaltung, Gefähr- dungspotenziale, Funktion von Arbeitsschutzeinrichtungen, Überprüfen des Einhaltens der UVV und anderer berufsge- nossenschaftlicher oder sonstiger Arbeitsschutz- oder Prüf- vorschriften). resultierenden Betriebsanweisungen beschrieben. Darüber hinaus werden Mitarbeitendenunterweisungen regelmäßig durchgeführt und dokumentiert. Mit Unternehmen, die regelmäßig auf dem ARBURG Werks- gelände tätig sind, werden Verträge abgeschlossen, die unter anderem Festlegungen zu den Themen Sicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz enthalten. Es wer- den beispielsweise ausdrücklich Nachweise zu Mitarbeiten- denunterweisungen gefordert. Mitarbeitende von Firmen, die nur sporadisch bei ARBURG tätig sind, erhalten vor Zutritt eine Informationsbroschüre mit den entsprechenden Regelungen. Dies wird in der zugehörigen Betriebsanwei- sung, die über die Sicherheit von Kunden und Besuchern im Betrieb relevant ist, näher beschrieben. Diese jährlichen und anlassbezogenen Gefährdungsbeurtei- lungen sind nach ArbSchG und BetrSichtV durchgeführt. Dabei werden die Risiken der einzelnen ermittelten Gefähr- dungen bewertet und entsprechend mit Maßnahmen zur Risikominimierung festgelegt und an spezifische Personen delegiert. Zudem gibt es Sicherheitsbeauftragte. Deren Aufgabe umfasst: — die Unterstützung für Führungskräfte und Mitarbeiten- den bei Unfallprävention am Arbeitsplatz — Anregung zur Verbesserung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz — Informierung über Sicherheitsprobleme im direkten Arbeitsumfeld Des Weiteren verfügt ARBURG über diverse Sicherheitsvor- schriften am Arbeitsplatz, beim Kunden oder Geschäftspart- ner, welche das Thema Schutzausrüstung konkret beschrei- ben und allen Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt werden. Über den Arbeitssicherheitsausschuss (ASA) werden die Ver- fahren evaluiert und kontinuierlich verbessert. ARBURG legt großen Wert auf die Identifizierung von arbeitsbedingten Gefahren und gefährlichen Situationen. Unsere Mitarbeitenden sind dazu angehalten, alle potenziel- len Gefahren und gefährlichen Situationen zu melden, sei es durch interne Meldemechanismen, direkte Kommunikation Angabe 4032 Gefahren identifizierung, Risikobewertung und Untersuchung von Vorfällen 48ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht mit Vorgesetzten oder über unseren etablierten Whistle- blower Kanal. Der Schutz von Mitarbeitenden, die solche Vorfälle melden, vor Vergeltungsmaßnahmen ist durch klare Richtlinien und Schulungen sichergestellt, die allen Mitarbei- tenden zugänglich sind. Zudem haben wir Mechanismen etabliert, um eingehende Meldungen von arbeitsbedingten Gefahren und gefährlichen Situationen sorgfältig zu unter- suchen und entsprechende Maßnahmen zur Risikominde- rung zum Beispiel im Arbeitssicherheitsausschuss (ASA) zu ergreifen. Die in b. beschriebenen Maßnahmen beinhalten die klare Anweisung zur unverzüglichen Meldung der Situation an Vorgesetzte oder die dafür zuständige Stelle. Unsere Mitarbeitenden werden dazu ermutigt, von ihrem Recht Gebrauch zu machen, sich aus potenziell gefährlichen Arbeitssituationen zu befreien, ohne Angst vor negativen Konsequenzen haben zu müssen. Um in einer neuen Form die unternehmensübergreifende Kommunikation zwischen Mitarbeitenden und dem höchsten Kontrollorgan bei ARBURG, der Geschäftsführung zu fördern, wurde im Be- richtsjahr die Veranstaltungsreihe “RuN im Dialog” gestartet. Im Rahmen dieser Veranstaltung können sich pro monat- lichem Termin 15 Mitarbeitende jeweils eine Stunde von wechselnden Führungskräften informieren lassen und Impul- se setzen. Diese Impulse der Mitarbeitenden sollen in Zusam- menhang mit einem sog. “Störgefühl” stehen und gezielt zur Aufdeckung von Verbesserungspotenzialen dienen. ARBURG hat umfassende Verfahren zur Untersuchung arbeitsbedingter Vorfälle etabliert, die die Identifizierung von Gefahren und die Bewertung der Risiken im Zusammenhang mit den Vorfällen umfassen. Dabei werden die Prinzipien der Hierarchie von Kontrollmaßnahmen angewendet, um Abhilfemaßnahmen zu bestimmen und Verbesserungen für das Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz festzulegen. Wir führen regelmäßige Gefährdungsbeurteilungen und Arbeitssicherheitsbegehungen durch, um potenzielle Ge- fahren zu identifizieren und Risiken zu bewerten. Zusätzlich nutzen wir ein System zur Unfallaufnahme (Quentic) um Vorfälle zu dokumentieren und zu analysieren. Die gesam- melten Erkenntnisse aus diesen Mechanismen dienen dazu, Abhilfemaßnahmen zu bestimmen und die Sicherheit am Arbeitsplatz kontinuierlich zu verbessern. Des Weiteren evaluieren und verbessern wir die Verfahren im Rahmen des Arbeitssicherheitsausschusses (ASA), in dem die Effektivität der Mechanismen zur Untersuchung von Vor- fällen kontinuierlich überprüft wird. ARBURG verfügt über einen arbeitsmedizinischen Dienst zur frühzeitigen Erkennung von Gefährdungen der Mitarbeiten- den und unterstützt die für Arbeitssicherheit verantwort- lichen Führungskräfte sowie die Fachkräfte für Arbeitssicher- heit und die Sicherheitsbeauftragten. Zudem gibt es eigens ausgebildete Ersthelfer, welche für den Soforteinsatz im Notfall einsatzfähig sind und Erstversor- gung bei Unfällen oder in anderen Notfällen leisten können als auch einen Brandschutzbeauftragten. Dieser unterstützt die Führungskräfte innerhalb seines Zuständigkeitsbereiches in allen Fragen der Verhütung von Bränden und des Schutzes der Mitarbeitenden, der baulichen Anlagen, des Maschinen- parks und Inventars. Angabe 4033 Arbeitsmedizinische Dienste Angabe 4034 Mitarbeitenden beteiligung, Konsultation und Kommunikation zu Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz Die Kommunikation diesbezüglich wird über die im Bereich eingesetzten Sicherheitsbeauftragte gesteuert. Darüber hinaus kommuniziert ARBURG relevante Informationen zum einen über diverse Sicherheitsvorschriften wie die Mitarbei- tendeninformation zu Arbeits- und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz als auch durch regelmäßige Schulungen. Die Mitarbeitendeninformation zu Arbeits- und Gesund- heitsschutz behandelt und erläutert folgende Themen: Transport und Verkehr, Brandschutz, Einrichtungen, Flurför- derzeuge, Hubarbeitsbühnen, Maschinen und Krananlagen, Leitern und Gerüste, Persönliche Schutzausrüstung, Elektri- sche und andere Versorgungsleitungen, Erste Hilfe, Sicher- heits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung, Sammelplätze, Notrufnummern). ARBURG verfügt über einen gemeinsamen Ausschuss für Gesundheit und Sicherheit, dieser nennt sich Steuerkreis Gesundheit. Teilnehmende dieses Ausschusses sind Vertreter des Unter- nehmens, der Gebäudetechnik, des Personalwesens, des Betriebsrats als auch der Betriebsarzt, Sicherheitsbeauf- tragte und Sicherheitsfachkräfte. Dieser Ausschuss tagt 3- bis 4-mal jährlich und bespricht diverse Risiken, Maß- nahmen und erforderliche Überarbeitungen, um die allge- meine Sicherheit bei ARBURG zu verbessern. 49ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Angabe 4035 Mitarbeitenden schulungen zu Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz ARBURG behandelt externe Mitarbeitende ("Leiharbeiter") gleich wie die eigenen Angestellten und integriert sie in die regelmäßigen Sicherheits- und Gesundheitsschulungen. Beispielsweise erfolgt die Unterweisung für Industrie- mechaniker / Metallfeinbearbeiter halbjährlich gemäß den Unfallverhütungsvorschriften und beinhaltet den sicheren Umgang mit relevanten Maschinen wie Bohr-, Fräs- und Flachschleifmaschinen. International erfolgen diese Schulungen länderspezifisch, in Asien beispielsweise werden wöchentlich sogenannte “Tool- box” Schulungen zu Schwerpunkt-Themen der Arbeits- sicherheit durchgeführt. Der Schulungsbedarf wird sorgfältig beurteilt und abhängig von der Tätigkeit angepasst. So werden neben allgemeinen Inhalten auch spezifische Schulungen wie die Mitarbeitenden- unterweisung für Kranführertätigkeiten durchgeführt. Die Schulungsleiter sind speziell ausgebildete Fachkräfte, die die Schulungen persönlich und in Gruppen durchführen. Die Schulungen finden regelmäßig statt, orientieren sich an den gesetzlichen Intervallen und werden an die Bedürfnisse der Mitarbeitenden angepasst. Sie werden in einer für die Mitarbeitenden verständlichen Sprache abgehalten, sind verpflichtend, finden während der regulären Arbeitszeit statt und werden bestätigt. Die Teilnahme ist für die Mitarbeiten- den kostenlos. Die Effektivität der Schulungen wird über die Auswertung von Unfall-KPIs (Key Performance Indicators) kontinuierlich überwacht, um sicherzustellen, dass die Maßnahmen zur Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz wirkungsvoll sind und gegebenenfalls angepasst werden können. Alle 3.200 Mitarbeitenden in Deutschland haben Zugriff auf Programme zur Förderung der Gesundheit der Mitarbei- tenden. Diese Angebote werden über Aushänge sowie im internen Firmenintranet kommuniziert. Für die rund 500 internationalen Mitarbeitenden werden die Angebote von den Tochterunternehmen selbst initiiert und kommuniziert. ARBURG bietet ein breites Spektrum an freiwilligen Leistun- gen und Programmen zur Gesundheitsförderung an. Dazu gehören unter anderem — Kurse zur gesunden Ernährung oder zur Raucher- entwöhnung — die kostenlose Grippeschutzimpfung — das ARBURG Fußballturnier — die ARBURG Laufmeisterschaften — die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ — das Präventionsprogramm für Auszubildende — Ergonomieberatung am Arbeitsplatz ARBURG verpflichtet sich zur Vermeidung und Abmilderung erheblicher negativer Auswirkungen auf die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, die direkt mit ihren Geschäfts- beziehungen in Verbindung stehen. In diesem Zusammen- hang hat ARBURG einen Verhaltenskodex (Code of Conduct) etabliert, der die Mindestanforderungen für ethisches Ver- halten und die Einhaltung von Recht und Gesetz vorgibt und die Grundlage für das Handeln aller Mitarbeitenden und Geschäftspartner bildet. Der ARBURG Verhaltenskodex, aktualisiert im Dezember 2022, reflektiert die Einhaltung von nationalen und interna- tionalen Gesetzen, Verordnungen und Standards, einschließ- lich derer, die die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz betreffen. Er beinhaltet klare Richtlinien zu Themen wie Korruptionsbekämpfung, Menschenrechten, fairen Arbeits- bedingungen, Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit. Angabe 4036 Förderung der Gesundheit der Mitarbeitenden Angabe 4037 Vermeidung und Abmilderung von direkt mit Ge schäftsbeziehungen verbundenen Auswirkungen auf die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz — das ARBURG Gesundheitscenter (AGC), unsere Trainingseinrichtung, betreut durch Sporttherapeuten — Webinare und E-Learnings zu betrieblichen Gesundheits- themen und Lebensstil — Schlaganfall-Prophylaxe — Führungskräfte-Checkup 50ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht ARBURG erwartet von seinen Geschäftspartnern, dass sie sich ebenfalls an diese Prinzipien halten und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um die Standards in ihren eigenen Betrieben und entlang der Lieferkette umzusetzen. Zur Umsetzung und Überwachung der Einhaltung der im Verhaltenskodex festgelegten Prinzipien führt ARBURG regelmäßige Evaluierungen und Risikoanalysen durch. Liefe- ranten werden in das Nachhaltigkeitsbestreben von ARBURG einbezogen und müssen eine Selbstauskunft abgeben, die auch die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards ab- fragt. Im Falle von Verstößen werden angemessene Maß- nahmen ergriffen, die bis zum Ausschluss des Geschäfts- partners führen können. Der Ansatz von ARBURG stellt sicher, dass alle Beteiligten in der Lieferkette über die notwendigen Informationen ver- fügen und geschult werden, um die Sicherheit und Gesund- heit am Arbeitsplatz zu gewährleisten. Der Verhaltenskodex ist öffentlich zugänglich und wird allen Mitarbeitenden kommuniziert. Compliance-Verstöße können intern gemel- det werden, wobei ARBURG eine Kultur der Transparenz und des Vertrauens fördert. Durch diese systematischen Ansätze und die kontinuierliche Verbesserung seiner Prozesse demonstriert ARBURG sein Engagement für die Sicherheit und Gesundheit am Arbeits- platz und die Verantwortung gegenüber seine Mitarbeiten- den und Geschäftspartnern. Angabe 4038 Mitarbeitende, die von einem Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz abgedeckt sind Alle bei ARBURG angestellten Mitarbeitenden unterliegen demselben Managementsystem für Sicherheit und Gesund- heit am Arbeitsplatz. ARBURG hat ein umfassendes Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz implementiert, das auf den rechtlichen Anforderungen und anerkannten Standards und Richtlinien basiert. Dieses System umfasst sämtliche Angestellten sowie Mitarbeitende, die nicht an- gestellt sind, deren Arbeit und / oder Arbeitsplatz jedoch unter der Kontrolle von ARBURG stehen. Es zielt darauf ab, ein Höchstmaß an Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zu gewährleisten. Das interne Compliance-Auditorenteam von ARBURG führt regelmäßige manuelle Überprüfungen des Systems durch, um dessen Effektivität und Konformität mit den relevanten Standards zu gewährleisten. Zusätzlich wird die Wirksamkeit des Managementsystems im Rahmen der ISO 9001-Zertifi- zierung durch stichprobenartige externe Audits bestätigt. Zum aktuellen Zeitpunkt sind 100 Prozent der Angestellten und der Mitarbeitenden von diesem Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz abgedeckt. Dies spiegelt das Engagement von ARBURG wider, allen Mit- arbeitenden, unabhängig von ihrem Beschäftigungsstatus, ein sicheres und gesundheitsförderliches Arbeitsumfeld zu bieten. Im Rahmen des fortwährenden Engagements für die Sicher- heit und Gesundheit am Arbeitsplatz hat die Organisation ARBURG im Berichtsjahr ein Voraudit nach der Norm ISO 45001 durchgeführt, welche weltweit als Standard für Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit gilt. Dieser Schritt unterstreicht das Bestreben von ARBURG, die bestehenden Systeme und Prozesse kontinuier- lich zu verbessern und international anerkannte Best Practi- ces umzusetzen. Derzeit sind alle Angestellten sowie Mitarbeitende von einem intern überprüften Sicherheits- und Gesundheits- managementsystem abgedeckt. Dieses System wird zurzeit noch nicht von einer externen Partei überprüft oder zerti- fiziert. Die Einführung eines von einer externen Partei zertifizierten Managementsystems für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz gemäß ISO 45001 befindet sich in der Evaluie- rungsphase, und ARBURG plant, dieses in den kommenden Jahren zu implementieren. Der aktuelle Stand in Bezug auf die Zertifizierung wird in zukünftigen Berichten transparent dargestellt und getrackt. Dadurch wird ARBURG in der Lage sein, den Anteil der Mitarbeitenden, die von einem extern zertifizierten System abgedeckt sind, zu quantifizieren und zu berichten. 51ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Angabe 4039 Arbeitsbedingte Verletzungen Angabe 40310 Arbeitsbedingte Erkrankungen Die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen sind Fingerverletzungen. Die arbeitsbezogenen Gefahren, die ein Risiko für Verletzungen mit schweren Folgen darstellen, wurden durch Gefährdungsbeurteilungen ermittelt. Im Be- richtszeitraum führten die identifizierten Gefahren zu den folgenden Verletzungen mit schweren Folgen: — Hämatom, Prellung — Schnittverletzung — Stauchung, Verletzungen an Bändern, Muskeln — Knochenbruch Zur Beseitigung dieser Gefahren und zur Minimierung von Risiken wurden anlassbezogene Schwerpunktunterweisungen durchgeführt, die die Hierarchie von Kontrollmaßnahmen berücksichtigen. Sämtliche ergriffenen oder eingeleiteten Maßnahmen zur Beseitigung sonstiger arbeitsbedingter Gefahren und zur Minimierung von Risiken umfassen: — Sicherheitsunterweisungen — Gefährdungsbeurteilungen — Maßnahmen im Rahmen des Arbeitssicherheits- ausschusses (ASA) — Anlassbezogene Schwerpunktunterweisungen ARBURG setzt auf die Anwendung der Hierarchie von Kont- rollmaßnahmen, die von der Eliminierung von Gefahrenquel- len über die Substitution, technische und organisatorische Kontrollen bis hin zur persönlichen Schutzausrüstung reicht. Im Berichtszeitraum wurden weitere Schritte unternommen, um die Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken und die Arbeits- umgebung kontinuierlich sicherer zu gestalten. ARBURG entwickelt derzeit ein System zur Berechnung der Raten arbeitsbedingter Verletzungen. Es werden neue Software-Schnittstellen entwickelt, um einen transparenten und effizienten Datenaustausch zwischen der Abteilung für Arbeitssicherheit und den Personaldaten zu ermöglichen. Die Anbindung der Arbeitssicherheitssoftware an das HR- System war zum Berichtszeitraum in Umsetzung. Deshalb liegen die gefragten Informationen über die Raten, ob sie auf der Basis von 200.000 oder 1.000.000 gearbeiteten Stunden berechnet wurden, zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht vor. ARBURG ist bestrebt, diese Daten in Zukunft zur Verfügung zu stellen, und wird den Fortschritt diesbezüg- lich in zukünftigen Berichten transparent nachverfolgen und kommunizieren. Es wurden keine Mitarbeitenden von dieser Angabe ausge- schlossen. Die Daten wurden mit Hilfe der Software Quentic zusammen- gestellt, welche die Standards, Methoden und Annahmen für die Datenerfassung und -analyse bereitstellt. Arbeitsbedingte Verletzungen 2023 Anzahl Zusätzlicher Kontext und Definitionen Anzahl und Rate der To- desfälle aufgrund arbeits- bedingter Verletzungen 0 Anzahl und Rate arbeits- bedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen) 51 Ausfallzeit länger als 3 Tage (Melde- pflichtig) Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen 646 Ausfallzeit bis 3 Tage, inklu- sive Verbands- bucheinträge Arbeitsbedingte Erkrankungen 2023 Anzahl Zusätzlicher Kontext und Definitionen Todesfälle 0 BEM-Fälle 0 Fälle die bestä- tigt wurden 52ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Risiken & Chancen Klimawandel ARBURG sieht sich durch den Klimawandel mit spezifischen Risiken und Chancen konfrontiert, die das Potenzial haben, unsere Geschäftstätigkeiten, Einnahmen und Aufwendun- gen erheblich zu beeinflussen. Zu den identifizierten Risiken gehören zunehmende Emissionen in der gesamten Wert- schöpfungskette. Insbesondere in der Beschaffung, sowohl in der vorgelagerten als auch in der nachgelagerten Wert- schöpfungskette, sowie im eigenen Geschäftsbereich sind steigende Emissionen zu verzeichnen, was auf physische und regulatorische Risiken hindeutet. Dies könnte zu erhöhten Betriebskosten und Anpassungszwängen an neue Umwelt- vorschriften führen. Andererseits eröffnen sich für ARBURG durch den Klima- wandel auch signifikante Chancen. Eine davon ist die Reduk- tion von CO2-Emissionen. ARBURG stellt für seine Kunden innovative Lösungen zur Rezyklatverarbeitung zur Verfügung, um gemeinsam an der Reduktion von CO2-Emissionen zu arbeiten, als auch Recyclingkreisläufe zu schließen. Darüber hinaus arbeiten wir intensiv an der Einsparung von CO2- Emissionen unserer Maschinen, sowohl während der Her- stellung als auch der Nutzung unserer Maschinen. Dies kann Angabe 2012 Finanzielle Folgen des Klimawandels für die Organisation und andere mit dem Klimawandel verbundene Risiken und Chancen unsere Marktposition stärken, da Nachhaltigkeit zunehmend ein kaufentscheidendes Kriterium bei europäischen Kunden darstellt. Durch die gezielte Entwicklung von EU-Taxonomie-fähigen Produkten sind wir gut positioniert, um von veränderten re- gulatorischen Rahmenbedingungen zu profitieren und eine Vorreiterrolle im Markt einzunehmen. Neue Geschäftsmo- delle wie unser Beratungsangebot 'Action Plan Energy', das Kunden dabei unterstützt, ihre Energieeffizienz im Spritz- gießprozess zu verbessern, eröffnen zusätzliche Umsatzpo- tenziale und tragen zur Festigung unserer Marktposition bei. Für ARBURG stellt der Klimawandel somit ein bedeutendes strategisches Element dar, das sowohl Herausforderungen als auch Möglichkeiten für eine nachhaltige Geschäftsent- wicklung bietet. Durch proaktives Handeln und die Einfüh- rung innovativer Lösungen wollen wir die Risiken minimieren und die sich ergebenden Chancen konsequent nutzen, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und langfristig wirtschaftlichen Erfolg zu sichern. Energie Energie ist für ARBURG sowohl auf der Impact- als auch auf der finanziellen Ebene ein wesentliches Thema, wodurch das Unternehmen sowohl mit Risiken als auch mit Chancen konfrontiert ist, die sich maßgeblich auf unsere finanzielle Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit auswirken. Zu den Risiken gehören eine gedämpfte Investitionsneigung unse- rer Kunden, die durch die steigenden Energiepreise im Jahr 2023 hervorgerufen wurde. Zusätzlich führen diese Preisstei- gerungen zu erhöhten Lagerhaltungs- und Produktionskosten sowie zu höheren Preisen für Vorprodukte. Gleichzeitig bieten sich Chancen durch die Fokussierung auf Energieeffizienz und die Förderung erneuerbarer Energien. Von ARBURG initiierte Programme wie der 'Action Plan Energy', unser Kundenportal arburgXworld und das arburg- GREENworld-Programm tragen dazu bei, die Energieeffizienz unserer Kunden zu verbessern und somit deren Betriebs- kosten zu senken. Die positiven Auswirkungen dieser Initia- tiven werden durch die Ecovadis-Bewertung 'Gold' im Jahr 2023 und durch das inzwischen seit Jahren konstante Ab- schneiden in der Kategorie Klimawandel des CDP (Carbon Disclosure Project) unter Beweis gestellt. ARBURG erzielte 2023 erneut die Bewertung „B“, was die branchenweite Anerkennung unserer Bemühungen im Bereich Klimaschutz widerspiegelt. Dies ist besonders bemerkenswert, da die An- forderungen des CDP jährlich angepasst werden. Die frühzeitige Einführung der ISO 50001 und Maßnahmen wie die Installation von Photovoltaikmodulen, der Betrieb eigener Windräder und die ausschließliche Nut zung von Grünstrom am Produktionsstandort in Loßburg zeigen unser Engagement für Energieeffizienz und Nach haltigkeit. Darüber hinaus gewährleistet die nachhaltige Lagerung von Zukauf- teilen eine zuverlässige Versorgung und verhindert Ausfälle bei unseren Kunden. Für ARBURG ist es daher von strategischer Bedeutung, sowohl die Risiken zu managen, die sich aus der volatilen Energiepreisentwicklung ergeben, als auch die Chancen zu 53ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht nutzen, die sich durch eine konsequente Ausrichtung auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bieten. Dieser Ansatz ermöglicht es uns, nicht nur unsere Umweltbelastung zu reduzieren, sondern auch unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und unser Geschäftsmodell langfristig erfolgreich weiterzuentwickeln Circular Economy Die Transformation hin zur Circular Economy eröffnet für ARBURG Risiken und Chancen, die potenziell starke Aus- wirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, Einnahmen und Aufwendungen haben. Zu den Risiken zählen vor allem die Anfälligkeit des Rohmaterialbezugs und eine verringerte Rohstoffeffizienz durch mögliche Unterbrechungen in den Lieferketten. Das Unternehmen hat jedoch durch frühzeiti- ges Erkennen dieser Risiken und proaktives Handeln, ein- schließlich der Bevorratung mit Schlüsselkomponenten und Rohstoffen, die Lieferfähigkeit sichergestellt und die negati- ven Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit minimiert. Weitere Risiken bestehen in Form von Preissteigerungen bei wichtigen Vorprodukten. Zudem übt die Politik Druck aus, um die Recyclingfähigkeit und Wiederverwendbarkeit von Maschinenteilen zu erhöhen. Eine Reduktion der Menge an verarbeiteten Neukunststoffen durch Design für Recycling- kriterien erfordert zudem Anpassungen in den Fertigungs- prozessen unserer Kunden. Auf der Chancenseite ermöglicht die Förderung von Lebens- zyklusmanagement und Kreislaufwirtschaft in der nachgela- gerten Wertschöpfungskette eine stabilere Rohstoffversor- gung und eine verbesserte Rohstoffeffizienz durch resiliente Lieferketten. Die hohe Eigenfertigungstiefe von ARBURG trägt ebenfalls zur Sicherung unserer Lieferfähigkeit bei und bietet eine Basis für nachhaltiges Wirtschaften. ARBURG be- trachtet die steigende Nachfrage nach Rezyklaten und Bio- Kunststoffen auf Kundenseite als Chance und unterstützt diese Entwicklung durch Produktinnovationen. Die Circular Economy hat daher einen hohen strategischen Stellenwert in der Planung und Umsetzung der Unterneh- mensstrategie von Arburg. Durch die Integration dieser Prinzipien streben wir danach, nicht nur unsere Umwelt- belastung zu reduzieren, sondern auch durch Kostenein- sparungen und die Erschließung neuer Einnahmequellen wirtschaftliche Vorteile zu realisieren. Die R-Cycle-Initiative, die das Ziel verfolgt, einen digitalen Produktpass für Kunst- stoffverpackungen zu erstellen und den Kunststoffkreis- lauf zu schließen, unterstreicht unser Engagement für eine nachhaltige Zukunft und die Bedeutung des Recyclings bei unseren Kunden. Die mit den Risiken und Chancen verbundenen Auswirkun- gen sind über Management of Material Topics mit den ent- sprechenden materiellen Auswirkungen abgedeckt. 54ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 GRI 3 Wesentliche Themen 1. Klimawandel GRI 302 Energie GRI 305 Emissionen 2. Zirkularität GRI 301 Materialien GRI 306 Abfall 3. Arbeitssicherheit GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 4. Risiken & Chancen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Weitere Informationen Über diesen Bericht Weitere Informationen GRI-Index Anwendungserklärung: ARBURG Holding GmbH + Co. KG hat in Übereinstimmung mit den GRIStandards für den Zeitraum 01.01.2023 31.12.2023 berichtet. Verwendeter GRI 1: GRI 1: Grundlagen 2021 | Anwendbare(r) GRIBranchenstandard(s): Für ARBURG gibt es keinen entsprechenden oder relevanten Branchenstandard. GRIStandard Angabe Verweise Auslassung inkl. Begründung / Information zur Angabe GRI 2 Allgemeine Angaben GRI 2 Allgemeine Angaben 2021 Angabe 2-1 Organisationsprofil S. 8 Angabe 2-2 Entitäten, die in der Nachhaltigkeitsberichterstattung der Organisation berücksichtigt werden S. 8 Angabe 2-3 Berichtszeitraum, Berichtshäufigkeit und Kontaktstelle S. 10 Angabe 2-4 Richtigstellung oder Neudarstellung von Informationen S. 10 Angabe 2-5 Externe Prüfung S. 10 Angabe 2-6 Aktivitäten, Wertschöpfungskette und andere Geschäftsbeziehungen S. 10 Angabe 2-7 Angestellte S. 12 Informationen nicht verfügbar / unvollständig. Einige Datenpunkte sind nicht ganz umfänglich verfügbar. (Kontextinformation, Methoden & Annahmen) Angabe 2-8 Mitarbeitende, die keine Angestellten sind - Informationen nicht verfügbar / unvollständig. Informationen nicht verfügbar. An der Datenlage wird gearbeitet. Angabe 2-9 Führungsstruktur und Zusammensetzung S. 13 Angabe 2-10 Nominierung und Auswahl des höchsten Kontrollorgans S. 14 Angabe 2-11 Vorsitzende:r des höchsten Kontrollorgans S. 14 Angabe 2-12 Rolle des höchsten Kontrollorgans bei der Beaufsichtigung der Bewältigung der Auswirkungen S. 15 Angabe 2-13 Delegation der Verantwortung für das Management der Auswirkungen S. 15 Angabe 2-14 Rolle des höchsten Kontrollorgans bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung S. 16 56ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 Weitere Informationen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Über diesen Bericht GRI 3 Wesentliche Themen GRI 2 Allgemeine Angaben 2021 Angabe 2-15 Interessenkonflikte S. 16 Informationen nicht verfügbar / unvollständig. Unter Datenpunkt b sind einige Daten nicht in der entsprechenden Granularität verfügbar. An der Datenqualität wird gearbeitet. Angabe 2-16 Übermittlung kritischer Anliegen S. 17 Angabe 2-17 Gesammeltes Wissen des höchsten Kontrollorgans S. 17 Angabe 2-18 Bewertung der Leistung des höchsten Kontrollorgans - Einschränkung aufgrund einer Verschwiegenheitspflicht. Der folgende Daten- punkt wird aufgrund einer internen Anordnung nicht veröffentlicht und wird im nächsten Berichtszeitraum neu bewertet. Angabe 2-19 Vergütungspolitik - Einschränkung aufgrund einer Verschwiegenheitspflicht. Der folgende Daten- punkt wird aufgrund einer internen Anordnung nicht veröffentlicht und wird im nächsten Berichtszeitraum neu bewertet. Angabe 2-20 Verfahren zur Festlegung der Vergütung - Einschränkung aufgrund einer Verschwiegenheitspflicht. Der folgende Daten- punkt wird aufgrund einer internen Anordnung nicht veröffentlicht und wird im nächsten Berichtszeitraum neu bewertet. Angabe 2-21 Verhältnis der Jahresgesamtvergütung - Einschränkung aufgrund einer Verschwiegenheitspflicht. Der folgende Daten- punkt wird aufgrund einer internen Anordnung nicht veröffentlicht und wird im nächsten Berichtszeitraum neu bewertet. Angabe 2-22 Anwendungserklärung zur Strategie für nachhaltige Entwicklung S. 17 Angabe 2-23 Verpflichtungserklärung zu Grundsätzen und Handlungsweisen S. 18 Diverse Verpflichtungserklärungen sind in folgenden verlinkten Dokumenten verfügbar. ARBURG Verhaltenskodex | ARBURG Grundsatzerklärung gemäß § 6 Abs. 2 Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) Angabe 2-24 Einbeziehung politischer Verpflichtungen S. 18 Angabe 2-25 Verfahren zur Beseitigung negativer Auswirkungen S. 19 Angabe 2-26 Verfahren für die Einholung von Ratschlägen und die Meldung von Anliegen S. 21 Angabe 2-27 Einhaltung von Gesetzen und Verordnungen - Informationen nicht verfügbar / unvollständig. Informationen liegen nicht vor. An der Datenqualität wird gearbeitet. Angabe 2-28 Mitgliedschaft in Verbänden und Interessengruppen S. 21 Angabe 2-29 Ansatz für die Einbindung von Stakeholdern S. 22 Angabe 2-30 Tarifverträge S. 22 57ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 Weitere Informationen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Über diesen Bericht GRI 3 Wesentliche Themen https://www.arburg.com/media/daten/other/arburg_verhaltenskodex.pdf https://www.arburg.com/media/daten/other/ARBURG_Grundsatzerklärung_gem.___6__2__LkSG_032023_de.pdf https://www.arburg.com/media/daten/other/ARBURG_Grundsatzerklärung_gem.___6__2__LkSG_032023_de.pdf GRI 3 Wesentliche Themen GRI 3 Wesentliche Themen 2021 Angabe 3-1 Verfahren zur Bestimmung wesentlicher Themen S. 24 Angabe 3-2 Liste der wesentlichen Themen S. 24 1. Klimawandel | Energie GRI 3 Management von wesentli chen Themen 2021 Angabe 3-3 Management von wesentlichen Themen S. 25 GRI 302 Energie 2016 Angabe 302-1 Energieverbrauch innerhalb der Organisation S. 29 Keine Informationen über den gesamten Brennstoffverbrauch aus erneuerbaren Quellen verfügbar. Keine Informationen zur verkauften Strom / Wärme / Kühlenergie / Dampf verfügbar weil nichts verkauft wird. Die verwendeten Standards folgen den Richtlinien des GHG-Protokolls. Umrechnungsfaktor nach DEFRA für den Heizwert von Gas: 1 Kubikmeter (m3) Gas ergeben 10 Kilowattstunden (kWh). Angabe 302-2 Energieverbrauch außerhalb der Organisation S. 29 Informationen nicht verfügbar / unvollständig. Energiverbräuche sind über Scope 3 Emissionen unter GRI 305-3 berichtet. Keine Daten über den konkreten Energie- verbrauch außerhalb des Unternehmens verfügbar. Angabe 302-3 Energieintensität S. 29 Angabe 302-4 Verringerung des Energieverbrauchs S. 30 Angabe 302-5 Senkung des Energiebedarfs für Produkte und Dienstleistungen S. 30 1. Klimawandel | Emissionen GRI 3 Wesentliche Themen 2021 Angabe 3-3 Management von wesentlichen Themen S. 32 GRI 305 Emissionen 2016 Angabe 305-1 Direkte THG-Emissionen (Scope 1) S. 32 Angabe 305-2 Indirekte energiebedingte THG-Emissionen (Scope 2) S. 32 Angabe 305-3 Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3) S. 33 Angabe 305-4 Intensität der Treibhausgasemissionen S. 33 Folgende organisationsspezifischen Parameter wurden zur Berechnung des Quo- tienten verwendet: Umsatz: 780,000,000 EUR; Anzahl der Mitarbeitenden (FTE) 4,174, FTE; Bodenfläche: 376,917 m². Alle 3 Scopes wurden berücksichtigt. Alle Gase inkludiert gemäß GHG-Protokoll. 58ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 Weitere Informationen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Über diesen Bericht GRI 3 Wesentliche Themen GRI 305 Emissionen 2016 Angabe 305-5 Senkung der Treibhausgasemissionen S. 34 Alle Gase inkludiert gemäß GHG-Protokoll. Angabe 305-6 Emissionen Ozon abbauender Substanzen - Informationen nicht verfügbar / unvollständig. Im Berichtszeitraum liegen hierzu keine relevanten Daten vor. Angabe 305-7 Stickstoffoxide (NOx), Schwefeloxide (SOx) und andere signifikante Luftemissionen - Informationen nicht verfügbar / unvollständig. Im Berichtsjahr wird eine entspre- chende Systematik zur Erhebung dieser Informationen zu Folgendem implemen- tiert. Der Fortschritt dieser Implementierung wird in den Folgejahren entsprechend detaillierter berichtet werden 2. Zirkularität | Materialien GRI 3 Wesentlichen Themen 2021 Angabe 3-3 Management von wesentlichen Themen S. 38 GRI 301 Materialien 2016 Angabe 301-1 Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen S. 40 Informationen nicht verfügbar / unvollständig. Informationen liegen nicht in entsprechendem Detaillierungsgrad vor. An der Datenqualität wird gearbeitet. Angabe 301-2 Eingesetzte recycelte Ausgangsstoffe S. 41 Informationen nicht verfügbar / unvollständig. Informationen liegen nicht in entsprechendem Detaillierungsgrad vor. An der Datenqualität wird gearbeitet. Angabe 301-3 Wiederverwertete Produkte und ihre Verpackungsmaterialien S. 41 Informationen nicht verfügbar / unvollständig. Informationen liegen nicht in ausrei- chendem Detaillierungsgrad vor. Informationen unvollständig, es fehlen Angaben der Lieferanten, inwieweit Produkte und deren Verpackungsmaterialien recycelt wurden. An der Datenqualität wird gearbeitet. 2. Zirkularität | Abfall GRI 3 Wesentlichen Themen 2021 Angabe 3-3 Management von wesentlichen Themen S. 42 GRI 306 Abfall 2020 Angabe 306-1 Anfallender Abfall und erhebliche abfallbezogene Auswirkungen S. 42 Die Angaben beziehen sich auf den eigenen Geschäftsbereich. Angabe 306-2 Management erheblicher abfallbezogener Auswirkungen S. 42 Angabe 306-3 Angefallener Abfall S. 43 Angabe 306-4 Von Entsorgung umgeleiteter Abfall S. 43 Informationen nicht verfügbar / unvollständig. Derzeit keine Unterteilung in am Standort / außerhalb des Standortes möglich. An der Datenqualität wird gearbeitet. Angabe 306-5 Zur Entsorgung weitergeleiteter Abfall S. 44 59ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 Weitere Informationen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Über diesen Bericht GRI 3 Wesentliche Themen 3. Arbeitssicherheit | Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz GRI 3 Wesentlichen Themen 2021 Angabe 3-3 Management von wesentlichen Themen S. 45 GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeits platz 2018 Angabe 403-1 Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz S. 48 Angabe 403-2 Gefahrenidentifizierung, Risikobewertung und Untersuchung von Vorfällen S. 48 Angabe 403-3 Arbeitsmedizinische Dienste S. 49 GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeits platz 2018 Angabe 403-4 Mitarbeitendenbeteiligung, Konsultation und Kommunikation zu Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz S. 49 Angabe 403-5 Mitarbeitendenschulungen zu Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz S. 50 Angabe 403-6 Förderung der Gesundheit der Mitarbeitenden S. 50 Angabe 403-7 Vermeidung und Abmilderung von direkt mit Geschäfts- beziehungen verbundenen Auswirkungen auf die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz S. 50 Angabe 403-8 Mitarbeitenden, die von einem Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz abgedeckt sind S. 51 Informationen nicht verfügbar / unvollständig. Daten teilweise unvollständig da keine quantitative Angaben für den Berichtszeitraum vorhanden sind. An der Datenqualität wird gearbeitet. Angabe 403-9 Arbeitsbedingte Verletzungen S. 52 Angabe 403-10 Arbeitsbedingte Erkrankungen S. 52 Informationen nicht verfügbar / unvollständig. Eine Unterscheidung zwischen An- gestellten und Nicht-Angestellten ist derzeit nicht möglich. Daher werden beide Gruppen unter Angestellte betrachtet und offengelegt. Keine Mitarbeitenden wurden von der Angabe ausgeschlossen. Die Kennzahl der BEM-Fälle konnte im Berichtsjahr noch nicht zweifelsfrei erhoben werden. Der entsprechende Fortschritt hinsichtlich der Erhebung dieser Daten wird in zukünftigen Berichten kommuniziert. Die arbeitsbezogenen Gefahren, die ein Risiko für Erkrankungen bergen, wurden durch die Gefährdungsbeurteilungen bestimmt. Die Daten wurden von der Personalabteilung anhand der BEM-Richtlinie zusammen- gestellt. 60ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 Weitere Informationen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Über diesen Bericht GRI 3 Wesentliche Themen 4. Risiken und Chancen GRI 3 Wesentlichen Themen 2021 Angabe 3-3 Management von wesentlichen Themen S. 53 GRI 201 Wirtschaftliche Leistung 2016 Angabe 201-1 Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert - Einschränkung aufgrund einer Verschwiegenheitspflicht. Informationen in diesem Detaillierungsgrad noch nicht zur Veröffentlichung freigegeben. Angabe 201-2 Finanzielle Folgen des Klimawandels für die Organisation und andere mit dem Klimawandel verbundene Risiken und Chancen S. 53 Die finanziellen Auswirkungen wurden im Rahmen der doppelten Wesentlichkeits- analyse qualitativ analysiert. Angabe 201-3 Verbindlichkeiten für leistungsorientierte Pensionspläne und sonstige Vorsorgepläne - Einschränkung aufgrund einer Verschwiegenheitspflicht. Informationen in diesem Detaillierungsgrad noch nicht zur Veröffentlichung freigegeben. Angabe 201-4 Finanzielle Unterstützung durch die öffentliche Hand - Einschränkung aufgrund einer Verschwiegenheitspflicht. Informationen in diesem Detaillierungsgrad noch nicht zur Veröffentlichung freigegeben. 61ARBURG Nachhaltigkeitsbericht 2023 Weitere Informationen ARBURG auf einen Blick GRI 2 Allgemeine Angaben Vorwort Über diesen Bericht GRI 3 Wesentliche Themen ARBURG GmbH + Co KG Arthur-Hehl-Straße 72290 Loßburg | Deutschland arburg.com M IN T G m b H , w ea re m in t. d e | D FG E – In st it u te f o r En er g y, E co lo g y an d E co n o m y G m b H , d fg e. d e https://wearemint.de Schaltfläche 2: Seite 2: Seite 3: Seite 4: Seite 5: Seite 6: Seite 8: Seite 9: Seite 10: Seite 11: Seite 12: Seite 13: Seite 14: Seite 15: Seite 16: Seite 17: Seite 18: Seite 19: Seite 20: Seite 21: Seite 22: Seite 24: Seite 25: Seite 26: Seite 27: Seite 28: Seite 29: Seite 30: Seite 31: Seite 32: Seite 33: Seite 34: Seite 35: Seite 36: Seite 37: Seite 38: Seite 39: Seite 40: Seite 41: Seite 42: Seite 43: Seite 44: Seite 45: Seite 46: Seite 47: Seite 48: Seite 49: Seite 50: Seite 51: Seite 52: Seite 53: Seite 54: Seite 56: Seite 57: Seite 58: Seite 59: Seite 60: Seite 61: Schaltfläche 12: Seite 2: Seite 3: Seite 4: Seite 5: Seite 6: Seite 8: Seite 9: Seite 10: Seite 11: Seite 12: Seite 13: Seite 14: Seite 15: Seite 16: Seite 17: Seite 18: Seite 19: Seite 20: Seite 21: Seite 22: Seite 24: Seite 25: Seite 26: Seite 27: Seite 28: Seite 29: Seite 30: Seite 31: Seite 32: Seite 33: Seite 34: Seite 35: Seite 36: Seite 37: Seite 38: Seite 39: Seite 40: Seite 41: Seite 42: Seite 43: Seite 44: Seite 45: Seite 46: Seite 47: Seite 48: Seite 49: Seite 50: Seite 51: Seite 52: Seite 53: Seite 54: Seite 56: Seite 57: Seite 58: Seite 59: Seite 60: Seite 61: Schaltfläche 9: Schaltfläche 5: Schaltfläche 7: Schaltfläche 10: Schaltfläche 11: